Vereinigtes Königreich
Aufräumen statt abfackeln
Eine Auswertung der Tweets während der Unruhen in England zeigt, dass der Twitter-Dienst nicht vor allem von Randalierern benutzt wurde. Wie reagiert nun die Politik?
Draufhauen – und das nach Kräften
Die Parallelen zu den Unruhen der siebziger und achtziger Jahre sind offensichtlich: Benachteiligte Jugendliche werden geächtet
Mit Obdachlosigkeit strafen
Die Regierung Cameron lässt beim juristischen und ordnungspolitischen Nachspiel des Aufruhrs und der Krawalle aus der vergangenen Woche jedes Augenmaß vermissen
Reden der Steißbeintrommler
Das politische Nachspiel der Unruhen in der vergangenen Woche ist ein unschönes Geschäft. Diese Vorgänge haben einigen Politikern die Grenzen ihrer Macht aufgezeigt
Glücksfall Gerechtigkeit
Diejenigen, die Plünderungen und Straßenschlachten in der britischen Hauptstadt verurteilen, täten gut daran, sich den Kontext der Ausschreitungen zu vergegenwärtigen
Wer die Schlange wählt, stirbt
Der Fund eines wertvollen Schatzes bringt den Staat Kerala in Verlegenheit. Er sind heikle Fragen zu beantworten: Wem gehört der Reichtum? Und wie wird er geschützt?
Das virtuelle Gold
Daten sind bares Geld wert. Öffnen Staat und Wirtschaft ihre Tresore, hilft das allen – oder macht wenige reich. Was jetzt zu tun ist
Grün trifft Gier
Künstliche Bäume, Plastik in Wüsten, Spiegel im Weltraum: Ingenieure haben fantastische Ideen gegen die Erderwärmung - aber die falschen Geldgeber
Zeitungen waren nie sein Ding
James Murdoch galt bis vor kurzem als der sichere Nachfolger seines Vater. Jetzt drohen ihm wegen des Abhör-Skandals der Prozess und eine Haftstrafe
Fassadendämmerung
Erst zu Guttenberg, dann Berlusconi und Strauss-Kahn, nun Rupert Murdoch: In den Skandalen der letzten Monate sind die Mächtigen plötzlich die Opfer
Der Skandal erreicht Downing Street
Die Abhör-Saga um Murdochs Medienimperium, Scotland Yard und die britische Spitzenpolitik nimmt die Qualität einer TV-Serie an: Steht am Ende der Sturz David Camerons?
Das letzte Beben des Print-Zeitalters
Wir befinden uns in einem seltsamen Interregnum zwischen zwei kulturellen Hegemonien - bevor sich auch online die altbekannten Hierarchien durchsetzen
Es geht um Vertrauensbruch
Betrug und Korruption verursachen einen Milliardenschaden im Gesundheitssystem. Es fehlt an Regeln – Nutznießer sind Unternehmen, aber auch Ärzte
Gemeinsame Atom-PR
Die britische Regierung soll skandalöse Geheimabsprachen mit der Atomindustrie getroffen haben, um die Folgen von Fukushima zu verharmlosen. Der Grund: Acht AKW in Planung
Prekärer als unter Thatcher
In Großbritannien streikt der öffentliche Dienst gegen die rigiden Sparpläne der Regierung Cameron. Die Lage ist noch bedrohlicher als in den achtziger Jahren
Hohe Moral des Opferns
Der Fall Griechenland zeigt, wie gefährlich es ist, Rating-Agenturen walten zu lassen. Nicht nur der Euro, sondern die Demokratie als Ganze steht auf dem Spiel
Eine Stimme für das Prekariat?
Gegen die gleichgültige Rede von der „ausgequetschten Mitte“: Die fortschrittlichen Kräfte müssen die neue Klasse ansprechen, bevor die extreme Rechte es tut
Jeder kann den Knopf drücken
Angriffe aus dem Cyberspace gehören zu den größten Bedrohungen der kommenden Jahre. Der britische Verteidigungsstaatssekretär Harvey fordert deshalb eine neue Strategie
Und sie lieben ihn doch
Wenn der US-Präsident in den kommenden Tagen Europa bereist, empfängt ihn ein Kontinent, der ihm mehr Unterstützung und Vertrauen schenkt als das eigene Land
Alle treten auf die Bremse
Den Industriestaaten ist der Wachstumsdrang vergangen. Sie kämpfen stattdessen unter dem Eindruck steigender Rohstoffpreise um die Neuaufteilung alter Märkte
Übernahme in Verantwortung
Wenn die USA ihren Führungsanspruch aufgeben, muss Europa bereit sein einzuspringen – auf seine Weise
Störung im Betriebsablauf
Auf der Suche nach einem Nachfolger für Strauss-Kahn sollte der IWF nach China oder Indien schauen und so der Veränderung der weltwirtschaftlichen Balance Rechnung tragen
Der Eroberer zeigt wieder Ausdauer
Die US-Armee will ihre Präsenz über das Jahresende hinaus strecken. Sie kokettiert mit einem Vertragsbruch, den die irakischen Regierung nicht hinnehmen dürfte
Niemand wollte es kommen sehen
Die USA, England und Frankreich haben selbstherrlich beschlossen, Gaddafi loszuwerden. In Nordafrika wurden dadurch Zehntausende zu Flucht und Tod verurteilt