Enge des Konsensraumes
Ein Freitag-Forum hatte in Berlin seine Premiere. Man diskutierte über den Wahlkampf, Entpolitisierung und Afghanistan-Krieg, Links und Rechts, Ost und West
Die falschen Leute
Lügen und Hörensagen: Der Prozess gegen angebliche Mitglieder der "militanten gruppe" ist zu Ende. Die Anwälte sprechen von einer Farce an den Grenzen des Rechtsstaats
Ich, Du und alle, die wir kannten
Fotografin Nan Goldin zeigt wieder Bilder in Berlin. Ihr Stil ist durch das Internet heute demokratisiert, an emotionaler Kraft haben die Fotos deswegen nichts verloren
Nimm! Mich! An!
Von der Leyen, Schäuble und ein Mähdrescher-Hersteller: Gespräch mit Mit-Organisatorin Rena Tangens über die Gewinner des Anti-Datenschutz-Preises Big-Brother-Award 2009
Karsai im Hoffnungslauf
Das Präsidentenvotum vom 20. August ist nach allen Regeln der Kunst und Demokratie gescheitert. Damit stellt sich für den Krieg am Hindukusch einmal mehr die Sinnfrage
Zweigeteilte Weltgesundheit
In Berlin tagt derzeit eine Privatinitiative, die sich als „Weltgesundheitsgipfel“ ausgibt. Zivilgesellschaftliche Initiativen sprechen ihm die Legitimation ab
Fox gibt den Kampfhund
Nach monatelangen Scharmützeln zwischen dem US-Privatsender Fox News und dem Weißen Haus ist nun offiziell der Krieg erklärt – der Angriff gilt Barack Obama
Zähle deine Blessuren
Glücklich ist man, wenn das Verhältnis von positiven und negativen Gefühlen 3:1 ist, behauptet die „positive Psychologie“. Stimmt das? Ein Selbstversuch
Sie haben abgestimmt
Der Preisträger der Bücher-Hotlist 2009: Alexander Schimmelbusch
Unter Hypnose
Guardian-Autor Adrian Searle spaziert überdrüssig durch die Kunstmesse Frieze in London – eigentlich auf der Suche nach Kunst, die auf die Finanzkrise reagiert
Heilige Johanna der Finanzmärkte
Das Theater beginnt, sich mit der Finanzkrise beschäftigen. Guardian-Autorin Ruth Sunderland zeigt sich mit den bisherigen Bemühungen allerdings nicht zufrieden
Zart, aber hartnäckig
Am 14. Oktober ist Simone Frost gestorben. Theater spielte sie am BE, am Theater 89 und in der Reimann-Verfilmung der Defa Franziska Linkerhand
Prost, Bono!
Bei gutem Wein protestiert es sich angenehmer gegen Armut in Afrika: Allerlei A-, B- und C-Prominenz tummelt sich in einem Kinospot, der für eine Online-Petition wirbt
Lautloser Tsunami
Noch nie waren so viele Menschen ohne ausreichende Lebensmittel wie am heutigen Welternährungstag. Und die Zuwendungen der Reichen werden weiter reduziert
Falsche Freunde, wahre Feinde
Die FDP hat bei den Koalitionsverhandlungen in Sachen Bürgerrechte das bekommen, wovon die CDU sich leicht trennen konnte. Interessant: Die Internetsperren gehören dazu
Lebensgefühl und späte DDR
Mit Alltagstexten hatte der Sonntag schon vor der Wende überzeugt. Nicht selten waren sie als Protokoll anlegt wie beim Lebenszeugnis der Reuters aus Berlin
Von M wie Mad Men bis W wie Willkommen im Leben
Freitag-Autoren erzählen, welche Fernsehserien sie geprägt haben und warum sie vom Burnout-Syndrom eines Berufsmafiosis fasziniert sind
Stalin und die DDR
Den Herbst 1989 prägt auch eine heftige Kontroverse um stalinistisches Züge des DDR-Sozialismus. Im "Sonntag" äußert sich dazu der Schriftsteller Christoph Hein
Fall- und Gefallsucht
Gut beraten ist, wer Wirtschaftsprognosen wie einen schlechten Pfennig prüft und nach dem Herbstgutachten der Wirtschaftsweisen alle Zahlen auf den Prüfstand holt
Von G wie Gossip Girl bis K wie Kommissar
Freitag-Autoren erzählen, warum man bei "Gossip Girl" das Hirn ausschalten kann, "Grey's Anatomy" Porno ist und wie die Dialoge von "Der Kommissar" funktionieren
Das dünne Band der Sympathie
Am Staatsschauspiel Dresden erkunden Rimini Protokoll die Lebenswelten vietnamesischer Einwanderer, die nach der Wende in den Bruderländern geblieben sind
Wie ein Dildo in der Venus von Milo (II)
Unser Kolumnist Mikael Krogerus ist fasziniert von Wie-Vergleichen. Um diese Faszination zu exorzieren, hat er diese Woche frühe Sprechstücke von Peter Handke gelesen
W wie West Wing
Wie eine TV-Serie über Politik süchtig machen kann, erzählt der Schriftsteller Michael Rutschky. Er ist "West Wing" verfallen, weil man hier Politik als Arbeit sieht
In der Hochdruckkammer der Prominenz
Wenn Suhrkamp-Verlegerin Ulla Berkéwicz zum Buchmesse-Empfang bittet, darf niemand fehlen. Ein Abend mit Rainald Goetz, Oswald Eggers und Cees Noteboom