Im Netz gefangen
Was vermag die Kunst, wenn die Künstler zu Hause bleiben müssen? Einiges wirkt mau, aber nicht alles
Bestseller nach Corona
Krisen machen Bücher. Wie wird sich unsere aktuelle Lage schon bald in der Literatur spiegeln? Ein spekulativer Blick auf die Verlagsprogramme des Herbstes
Go East
Wie eine Pandemie dafür sorgt, dass die internationalen Beziehungen neu vermessen werden – und wie China davon profitiert
Das Werk von 650 Tagen
Die schriftliche Begründung zum NSU-Urteil steht auf wackligen Beinen. Revisionsanträge dürfen sich durchaus Chancen ausrechnen
Arbeit am Trauma
Maya Lasker-Wallfischs Mutter überlebte den Holocaust. In der Familie wirkte er über Generationen nach
Früher war mehr Pathos
Während die Bühnen ruhen, können wir uns überlegen, was wir künftig gerne sähen. Eine Anthologie hilft dabei
Autos first, Klima second
Die Krisenpolitik steht im Widerstreit der Interessen: Staatshilfen mit Auflagen? Oder doch Rettung des Status quo?
Bizarre Blüten
Gesellschaft und Politik haben sich einem Pandemie-Absolutismus verschrieben. Das schadet am Ende mehr, als es nützt
Um jeden Preis!
Nach Wochen der Pandemie in Deutschland ist es Zeit, Bilanz zu ziehen, findet René Schlott
Die Preisfrage
Beschäftigte in der Altenpflege sollen eine Prämie von 1.500 Euro bekommen. Der Streit über die Kostenübernahme gibt einen Ausblick auf eine sozialpolitische Zeitbombe
Der Markt wird es nicht regeln
Die Krise ist eine Chance, unsere Wirtschaft zum Wohle aller umzubauen. Es gilt mehr denn je, diese Welt zu retten – nicht ihre Zerstörer
Die Stunde der Verfassungsgerichte
Auch während einer Pandemie gilt: Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperren können und sollten überprüft werden
Der Hass auf alles Schwache
Heroische Männlichkeit, Recht des Stärkeren, Wert des Lebens – bei der Debatte um Risikogruppen gehen die Argumente von Marktradikalen und Rechtsextremen Hand in Hand
Die Aus-dem-Nichts-Sage (2)
Leitet ein „view from nowhere“ die Naturwissenschaft? Sicher nicht ihre Praxis; die Frage kann nur sein, wann, wo und warum die Vorstellung aufgekommen ist
Wo der Asphalt endet
Nicht nur auf dem Balkan werden die Roma oft so behandelt, als wären sie die Corona-Krankheit selbst
Verrückte Maßstäbe
In der Krise gehen Menschenleben vor Wirtschaft. Warum gilt das gleiche Prinzip nicht auch bei anderen globalen und nationalen Problemen?
Wenn es gut läuft
Die Mutter unserer Autorin arbeitet seit 20 Jahren als Anästhesistin in einem kleinen Krankenhaus in Südtirol – ein Bericht
Die Aus-dem-Nichts-Sage (1)
Die Lehrer der Achsenzeit waren vom Lauf der Welt – vom Menschen – schockiert; schon vorher hatte sich die sakrale Praxis an unverstandenen Ereignissen abgearbeitet
Ich mache mich zur Insel
„Nichts Neues für die Menscheit. Für mich aber schon“: Ein Professor für Wahrnehmungspsychologie wird sich seiner Lage bewusst – im Privaten und kulturgeschichtlich
„Nur ein Tropfen“
Musikclubs hatten es immer schon schwer. Aber nun stehen sie am Abgrund, warnt die Chefin der Berliner Clubcomission, Pamela Schobeß
Das Richtige tun
Ausstellungen haben dieser Tage überall den Anspruch, die Welt zu verbessern. Müssen die das eigentlich?
Er nennt mich Ospe
Ich bin in der DDR geboren, habe aber keine Erinnerung an sie. Geprägt hat das verschwundene Land mich trotzdem
Diagnose: Frau
Geschlechter-Stereotype entscheiden oft über Diagnose und Behandlung
Ich berühre, also bin ich
Wir leben seit Wochen weitgehend in Isolation. Das ist nicht nur schwer auszuhalten – es ist auch nicht gesund