Enno Poppes „Prozession“: Was man findet, wenn man aufgibt
Enno Poppes grandioses neues Album „Prozession“ geht zurück auf das erste pandemiebedingte Lockdown-Jahr
Die Causa Graichen legt eine Schwäche der Grünen offen: Aber Filz ist es nicht
Vergleicht man die Verfehlungen von Habecks Staatssekretär Patrick Graichen mit denen seines Vorgängers von der CDU, Thomas Bareiß, muss man sich verwundert die Augen reiben: Worum geht es bei der Graichen-Affäre eigentlich wirklich?
Elektroflugzeug: Der Traum vom grünen Fliegen kann wahr werden
Einfach überall hin fliegen, aber ohne das Klima zu verpesten? Ingenieure arbeiten fieberhaft daran, diese Utopie zur Wirklichkeit zu machen. Erste kleine Elektroflugzeuge könnten bald abheben. Aber, nun ja: ein paar Probleme gibt es noch
Tigray: Eine Region in Äthiopien bleibt gezeichnet, auch wenn nicht mehr gekämpft wird
Nach der Ende 2022 in Pretoria ausgehandelten Waffenruhe zwischen der äthiopischen Regierung und der Tigray-Volksbefreiungsfront schweigen zwar die Waffen, doch ist keine Nachkriegsordnung erkennbar, die dauerhaften Frieden garantiert
Die Jesus-Party der Vollpfosten mit dem starken Geschlecht: Was ist Christi Himmelfahrt?
Am Ende feierte sogar Thomas mit, denn Jesus hat ein Herz für Skeptiker: Warum Christi Himmelfahrt heute ein Feiertag ist
Eurovision Song Contest: Wir sind Pop-Entwicklungsland
Der letzte Platz für Lord of the Lost in Liverpool überrascht keinen: Made in Germany ist beim ESC als Marke verbrannt. Wie es jetzt weitergehen kann? Peter Rehberg hätte da einen Vorschlag
Protest der Letzten Generation: Festgeklebt an der Realität
Die Medialisierung der Klimakrise hat uns abgestumpft. Die Letzte Generation bringt nun die Körperpolitik zurück
Ohne Krieg und Aggression: Unter Pazifisten
„Wehrhaft ohne Waffen“? In Hannover sucht eine Tagung nach Wegen sozialer Verteidigung gegen Krieg und Aggression
Pazifisten aus der Ukraine, Russland und Belarus wollen enger zusammenarbeiten
Am Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerer treffen sich Pazifistinnen und Pazifisten aus der Ukraine, Russland und Belarus in Berlin. Sie fordern den Schutz der Kriegs- und Militärdienstverweigerer aller Länder
Feldpost-Briefe aus Frankreich: Hans Fallada und die Nazis
1943 bereist Hans Fallada, Autor des Romans „Kleiner Mann – was nun?“, im Auftrag des Reichsarbeitsdienstes ein besetztes Land. Er nimmt sich in Frankreich eine Auszeit vom Schreiben – nicht vom NS-Regime, das Loyalität von ihm erwartet
Machtmissbrauch in der Filmbranche: Über Vorbilder, die es besser machen
Ob beim Filmpreis in Berlin oder rund um das Festival in Cannes: Machtmissbrauch in der Filmbranche ist in diesem Jahr das große Thema. Was also muss sich konkret ändern?
Meine Mutter war nie SED-Mitglied und genoss trotzdem das Leben in der DDR
Dirk Oschmanns „Der Osten: eine westdeutsche Erfindung“ wurde noch auf übliche Weise eingehegt, bei Katja Hoyers „Diesseits der Mauer“ toben die Kritiker. Der Diskurs über den Osten ist Produkt einer radikalen Ausblendung der Klassenfrage
Winfried Kretschmann zum 75. Geburtstag: Ein Linker ist er nicht
Winfried Kretschmann wird 75 Jahre alt. Wer ist der Mann, der Baden-Württemberg regiert und eine Politik macht, die unser Verleger auf die Formel „CDU plus Krötenwanderung“ gebracht hat?
Henri Maximilian Jakobs: „Ich kokettiere ein wenig“
Aus seinem Erfolgs-Podcast ist ein Buch geworden: Henri Maximilian Jakobs beantwortet im Gespräch (fast) alle Fragen zum Leben als trans* Mann
Tagung zu Antisemitismus in Kunst und Kultur: Der leise Boykott
Von der „Initiative GG 5.3 Weltoffenheit“ zur Documenta – die Kunst- und Kulturszene hat ein Antisemitismusproblem. Wie groß es genau ist, und was dagegen getan werden kann, untersuchte eine Tagung am Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin
„Wir wollen trösten und getröstet werden“: Zum Tod von Sibylle Lewitscharoff
Die Autorin Sibylle Lewitscharoff ist tot. Die Büchner-Preisträgerin starb am Samstag im Alter von 69 Jahren. In Erinnerung bleibt auch die humanistische Grundhaltung, die ihre Literatur stets prägte
Stichwahl in der Türkei am 28. Mai: „Der Kampf geht weiter“
Unser Autor hat den Wahlabend in der Istanbuler Parteizentrale der größten Oppositionspartei verbracht. Seit Montagnachmittag ist es offiziell: Es kommt zu einer Stichwahl zwischen Erdoğan und seinem Herausforderer Kılıçdaroğlu am 28. Mai
Draglesung in München: Wie die CSU die Liberalitas Bavariae amerikanisiert
Die CSU lief gegen eine Draglesung für Kinder in München Sturm. Eine Form des Kulturkampfes, die besonders in den USA verbreitet ist. Langfristig könnte die Partei sich damit jedoch selbst schaden
„Goldhammer“ porträtiert rechten Influencer Marcel Goldammer: Ich sind viele
Pablo Ben Yakov und André Krummel porträtieren mit „Goldhammer“ erneut eine umstrittene Figur: Marcel Goldammer, schwuler Sexarbeiter im Ruhestand, der in Israel zum Judentum konvertiert ist und nun für die AfD in Berlin-Neukölln kandidiert
„Blue Skies“ von T.C. Boyle: Ein fast heiteres Katastrophenszenario
Der Klimawandel-Roman „Blue Skies“ von Kultautor T.C. Boyle ist trotz dystopischer Ausgangslage kein dystopisches Buch. Eine Leseempfehlung
Anders als Kritiker behaupten, spielt der Schwarzwald-Tatort auf der Höhe der Zeit
Die Pandemie und die drohende Klimakrise haben einer ganzen Generation viel Hoffnung geraubt. Der Schwarzwald-Tatort nimmt sich der Generation Z an – und überzeugt
Türkei-Wahl: Auf einen Machtwechsel zu setzen, war westliches Wunschdenken
Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat viel für die internationale Statur und ein störrisches Nationalbewusstsein der Türkei getan. Zum Leidwesen des Westens. Sollte er sich am 28. Mai durchsetzen, dürfte sich daran wenig ändern
Neue CGT-Chefin Sophie Binet sieht in Emmanuel Macron einen Wegbereiter von Marine Le Pen
Die Sozialistin an der Spitze der zweitgrößten Gewerkschaft in Frankreich führt die Parole ad absurdum, die CGT sei ein „Klub alter weißer Männer“. Sie will den Protest gegen die Rentenreform fortsetzen, wenn die Mitglieder das wollen
Haben Medien zu Corona der Politik das Wort geredet? „Das absolute Gegenteil ist richtig!“
Journalist Tim Röhn war bekannt für seine scharfe Kritik an den Covid-Maßnahmen, Medienwissenschaftler Marcus Maurer für seine empirische Perspektive auf die Berichterstattung. Wie blicken die beiden auf die vergangenen Jahre?