Die magischen 3,5 Prozent: Friedemann Karig erklärt, wie Protest erfolgreich wird
Am „Earth Day“ 1970 demonstrierten 20 Millionen Amerikaner für den Erhalt der Umwelt – einer der größten Proteste der Menschheit. Dennoch ging der CO₂-Ausstoß weiter. Wie Klimaaktivismus erfolgreicher sein kann, erklärt Friedemann Karig
GDL und Co. im Arbeitskampf: Streiks sind in Deutschland schon genug „eingehegt“
Kaum machen Beschäftigte in Deutschland ernst, wird ihnen vorgeworfen, ihre Arbeitsniederlegungen seien nicht „verhältnismäßig“. Die Forderung nach einer verpflichtenden „Schlichtung“ vor den Streiks wurde laut. Warum das realitätsfern ist
Oscar-Verleihung: Flitzer, ein Aussetzer und der heikelste Punkt des Abends
Dieser Oscar-Abend war einer der unterhaltsamsten der letzten Jahre. Auch mit seinen – wie üblich heiklen – politischen Aussagen
Hammer, Sicheln und Mozartkugeln: Wird ein Kommunist bald Bürgermeister von Salzburg?
In der Stichwahl stehen keine Rechte und keine Rechtsextremen: Den nächsten Bürgermeister von Salzburg stellt entweder die SPÖ oder die KPÖ. Was sind die Gründe für diesen Höhenflug der österreichischen Linken?
RAF-Getöse ist nur Simulation von Politik
Der Deutsche Herbst im Winter: Es klingt wie 1977. Doch im aktuellen politischen Kontext ist die Hatz auf Daniela Klette und ihre Gefährten nicht viel mehr als Begleitmusik
Regionalwahl in Abruzzen: Verloren ist verloren
Bisher haben sich Hoffnungen in Italien zerschlagen, dem Rechtsblock könnte eine einmütige Linke begegnen. Denn die Kriegsfrage führt nicht zusammen, sondern spaltet
Volkskongress in Peking: Geopolitik ist nicht alles
Auf ihrer traditionellen Jahrestagung hat die chinesische Legislative ein moderates Wachstum von fünf Prozent anvisiert, den Verteidigungsetat erhöht und Vorkehrungen für die nächste Phase des Kalten Krieges mit den USA getroffen
KPÖ-Wahlerfolg: Österreich – der neue Paradiesstaat deutscher Linker
Das Kuba deutscher Linker in der Gegenwart? Österreich! Allein das Essen! Und der Humor! Und dann auch noch die Erfolge der KPÖ …
Anti-Tesla-Aktivistin: „Der Bürgermeister von Grünheide sagt uns nicht die Wahrheit“
Manuela Hoyer kämpft schon lange gegen die Gigafactory von Elon Musk. Auch nach der Attacke auf Teslas Stromversorgung hört sie nicht auf. Unter dem Motto „Grünheide sagt Nein“ ging sie am Wochenende auf die Straße. Hier erklärt sie, warum
KPÖ-Durchmarsch in Salzburg: Kay-Michael Dankl kommt in die Stichwahl
Ein Kommunist steht vor der Tür des Salzburger Rathauses, die ÖVP schmiert hingegen ab, auch die SPÖ verliert. Tatsächlich ist da mehr eingestürzt, als dass da etwas umgestürzt wurde
Eva Illouz: Warum Judith Butler keine Linke ist
Erneut bezeichnete die Philosophin Judith Butler den Terroranschlag der Hamas als „bewaffneten Widerstand“. Die israelische Soziologin Eva Illouz erklärt hier, warum solche Äußerungen für sie weder links noch antirassistisch sind
Wir Heimatlosen: Vom Gefühl, in den aktuellen Debatten nirgendwo zuhause zu sein
Früher galten wir als „kritisch“, heute nennt man uns „Versteher“. Ob Krieg oder Rassismus: Wir fremdeln mit der Öffentlichkeit. „Ambiguitätstoleranz“ hilft auch nicht mehr, und unser Kainsmal ist der Konservativismus
Tesla: Radikale Linke, eine AfD-Frau und Anwohner gehen auf die Straße – in Grünheide!
Mit dem Zug sind es nur 20 Minuten: 1.200 Linke protestieren in Grünheide gegen Elon Musks Autokonzern Tesla, jagen mutmaßliche Rechte aus der Demo – und bringen einen „Bild“-Reporter dazu, auf die Bühne der Pro-Tesla-Kundgebung zu hüpfen
Oscars: Warum die Auszeichnung für Billie Eilishs Lied zu „Barbie“ sehr verdient ist
Billie Eilishs „What Was I Made For?“ handelt von nichts Geringerem als der existenziellen Krise des Subjekts im Kapitalismus. Dafür erhielt sie mit 22 Jahren schon den zweiten Oscar. Vollkommen zurecht, findet unser Kolumnist
„Die Passagierin“ von Mieczysław Weinberg in München: Wenn die Stimmen verhallen
Die Bayerische Staatsoper zeigt Mieczysław Weinbergs Oper „Die Passagierin“ in gelungener Aktualisierung. Basierend auf dem gleichnamigen Roman der 2022 verstorbenen Zofia Posmysz erzählt sie vom Zusammentreffen von Tätern und Opfern des NS
Der Papst zur Ukraine: Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht
Gegenüber dem Schweizer Fernsehkanal RSI hat das Oberhaupt der katholischen Kirche Kiew ermutigt, die Konsequenzen aus der bedrohlichen Kriegslage zu ziehen. Wenn man sehe, dass „die Dinge nicht gut laufen“, brauche es den Mut zu verhandeln
Seebrücke Larnaca-Gaza: Eine Trasse der Humanität ist auf eine Waffenruhe angewiesen
Dass nun auch noch Tausende Palästinenser vor den Augen der Welt verhungern, ist offenbar auch für die US-Regierung des Furchtbaren zu viel. Präsident Biden drängt Israels Premier Netanjahu, mehr humanitäre Hilfe zu ermöglichen
Julian Assange: Nicht nur Olaf Scholz spricht sich gegen seine Auslieferung aus
Olaf Scholz überrascht mit Worten gegen die Auslieferung von Julian Assange an die USA. Im Europaparlament fordern Politiker das Ende der perfiden Verfolgung des Journalisten. Und die Nachfolgerin von Nils Melzer bei den UN wird deutlich
Verstecke vor dem Tod: Zeugen des Überlebenswillens
Natalia Romik dokumentiert Verstecke von Jüdinnen und Juden während der Besatzungszeit der Nationalsozialisten in Polen
TikTok, X und Instagram: Wer hat Angst vor dem großen Anderen?
Jonathan Guggenberger erklärt, warum es keine Lösung ist, die Videoplattform Tiktok zu ignorieren
Ecuador: Rosenzucht für den Weltmarkt schafft mehr Arbeitsplätze als Bananen oder Palmöl
Neben der Konkurrenz aus den Niederlanden, Kenia und Äthiopien haben sich die Blumenproduzenten mit ihren Plantagen am Vulkan Cayambe in Ecuador etabliert. Doch schädigt das Versprühen von Pestiziden die Umwelt
Deutschlands Universitäten: Campus der Neurotiker
Bedroht eine „linksgrüne Hegemonie“ das akademische Leben? Oder ist Wissenschaftsfreiheit eine Chiffre für „neurechte Narrative“? Fest steht: Die Uni-Kultur muss auf die Couch. Eine Psychoanalyse
Kuratorin Çağla Ilk: „Ich brauche immer ein Wir“
Çağla Ilk verantwortet den Deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig. Von Beginn an sei das eine politische Mission für sie gewesen, sagt die Kuratorin. Das Gebäude begreift sie vor allem als Bühne
Die Pflicht zur Kritik der Digitalisierung
Der Ruf nach einem „Recht auf eine analoge Welt“ ist nachvollziehbar. Realistischer aber wäre eine andere Aufgabe