Partizipation: Der neue Kult der Scheinbeteiligung
Bei örtlichem Kleinkram auf Bestellung eifrig mitreden – und in der großen Politik nur brav den Erklärbären lauschen? So leicht sollten wir uns nicht abspeisen lassen
Endometriose: Meine Gebärmutter ist nicht euer Mittags-Snack
Endometriose ist kein Smalltalk-Thema. Beim Mittagessen will doch wirklich niemand wissen, was Endometriose bedeutet – oder wollt ihr durch Darm, Schleimhäute und Blut waten?
Vorsicht vor den „Beige-fluencern“: Verfechter für ein Leben in Langeweile
Eine Kerze anzünden, passende Schlafanzüge tragen, früh ins Bett gehen. Warum ist Langeweile für so viele junge Menschen ein erstrebenswertes Ziel geworden?
Die Linke: Eine verlorene Schwester der SPD
Ursprünglich gründete sich die Partei „Die Linke“, um die Sozialdemokratie zu retten. Was ist jetzt die Aufgabe der Linkspartei?
Mit Liebe und Zorn: Guillaume Paolis Essay „Geist und Müll“
In seinem brillanten Essay „Geist und Müll“ befasst sich der Philosoph Guillaume Paoli mit dem katastrophalen Zustand unserer Welt
Machtvakuum in der Bundesregierung: Kanzler, verzweifelt gesucht
Besteht die Bundesregierung eigentlich nur noch aus Grünen und FDP? Wo ist ihr Chef? Warum das unsichtbare Regieren der SPD in diesen Zeiten der Krise sehr gefährlich ist
NATO-Gipfel: Eiertanz um die Ukraine
Bereits 2008 wurde der Grundstein für eine Rutschbahn in den Krieg gelegt. Jetzt in Litauen muss etwas getan werden, um nicht ganz unten anzukommen. Hans-Georg Ehrhart über die Frage, ob es auch ohne Aufnahme der Ukraine gehen kann
Von Punk bis Podcast: Alles über Radiosender
Im Sommer startet der erste KI-Radiosender. Es ist nicht das erste Mal, dass das Medium vorne dabei ist: Es brachte legendäre Moderatoren wie John Peel hervor und bot Raum für ein aufmüpfiges DDR-Jugendprogramm. Unser Wochenlexikon
Twitter stirbt, Threads kommt: Und mit ihm ein neues Internet?
Mark Zuckerberg will Twitter an den Kragen und bringt den Kurznachrichtendienst „Threads“ auf den Weg. Der Gedanke dahinter ist simpel: Twitter minus den unberechenbaren Besitzer Elon Musk. Doch ganz geht diese Rechnung nicht auf
Kampfhubschrauber statt Kinder: Warum die Regierung beim Elterngeld spart
Wer mehr als 150.000 Euro pro Jahr verdient, soll kein Elterngeld mehr erhalten. Davon Betroffene klagen auf hohem Niveau – dennoch ist dies ein Rückschritt der Ampel-Koalition in Sachen Gleichstellung. Und der erfolgt nicht ohne Grund
Präzedenzfall: Die Regierung Malis zieht Konsequenzen aus einer gescheiterten UN-Mission
Mali und MINUSMA konnten sich zuletzt immer weniger einigen, wer wo zu bekämpfen ist. Die Vertrauenskrise gegenüber der UNO erwies sich letztendlich als irreparabel. Sabine Kebir vernimmt einen Paukenschlag im UN-Sicherheitsrat
„Frieden ohne Krieg“ von Yevgeniy Breyger: Wie eine lyrische Rückeroberung
Wie schreiben im Angesicht des Krieges? Mit seinem Gedichtband „Frieden ohne Krieg“ ringt der ukrainische Schriftsteller Yevgeniy Breyger um seine Sprache, um bloß nicht zu verstummen
Wahlerfolge der AfD: Ein Grund zur Panik
Kathrin Gerlof blickt mit Sorge auf die aktuellen Entwicklungen in der deutschen Politiklandschaft. Denn: Wer glaubt, die AfD sei mit Argumenten zu bekämpfen, der irrt. Es ist ein Kulturkampf, den wir endlich führen müssen
Willkommen bei den Bundesthesenspielen!
Die mediale Debatte um die vermeintliche Abschaffung der Bundesjugendspiele zeigt: Ihr Leistungsgedanke hat sich auch im Thesenjournalismus festgesetzt
„Pah-Lak“ über Annexion von Tibet bei Ruhrfestspielen: Theater als Flaschenpost
Intensive Premiere: Die diesjährigen Ruhrfestspiele haben ein tibetisches Ensemble eingeladen, auf einer europäischen Bühne zu spielen. „Pah-Lak“ basiert auf geheimen Recherchen und erzählt eindrucksvoll von einem kaum beachteten Konflikt
Filmemacher Pietro Marcello: „Ich hatte immer Glück“
Pietro Marcello dreht Filme für ganz Europa. Sein Film „Die Purpursegel“ basiert auf einem russischen Märchen und auch hierin setzt der Regisseur auf Gemeinsinn. Ein Gespräch mit einem, der sich mehr als Archivar denn als Filmemacher sieht
Westbank: Omar al-Khmour trug einen Brief bei sich, gefaltet und zerfranst
Palästinenser tragen Abschiedsbriefe an ihre Eltern bei sich. Ein Verhalten, das umso verbreiteter ist, je explosiver die Situation. Sie wollen eine letzte Botschaft hinterlassen, sollten sie bei israelischen Angriffen getötet werden
Aufstand in Frankreich: Die Gräben werden sich nicht mehr schließen, wissen die Aufrührer
An vielen Hauswänden in Frankreichs Hafenstadt Marseille steht nicht nur das übliche „ACAB“ (all cops are bastards) und „Gerechtigkeit für Nahel“, sondern auch die Drohung: „Ohne Gerechtigkeit nie mehr Frieden!“
Der Tag, an dem die französische Polizei Mbappé erschoss
Keine zwei Wochen vor Nahel Merzouks Tod wurde in Westfrankreich Alhoussein Camara, 19, von der Polizei erschossen. Anders als in Nanterre gibt es jedoch keine Bilder: Die mobile Kamera des Polizisten war angeblich nicht aufgeladen
„Mein fabelhaftes Verbrechen“ von François Ozon: Gib mir meinen Mord zurück
François Ozon siedelt „Mein fabelhaftes Verbrechen“ zwar im malerischen Retrosetting der 1930er Jahre an, sein Film teilt mit emanzipatorischen Screwball-Elementen aber bis in heutige Diskurse aus
Der gefährlichste Mann der Ampel oder: Grüne Miene zum bösen Spiel
Die Ampel hat einen Krieg und einen Energiepreisschock besser verkraftet als ihr eigenes Gesetz zur Wärmewende. Dazu sägt Finanzminister Christian Lindner an der Zukunft des Landes
KI killt den Radio Star? Klarer Fall von Fauxtomatisierung
Ob ChatGPT oder DALL-E: Künstliche Intelligenz ist plötzlich überall. Einige Fernsehsender lassen sie schon Nachrichten produzieren – und jetzt auch noch Radio? Titus Blome blickt hinter die Kulissen des KI-Radiosenders
Shein lädt Influencer zur Sweatshop-Tour nach China: Der Preis des Empowerments
Influencer, die nicht den Schönheitsnormen entsprechen, feiern Fast Fashion als Ausdruck der eigenen Identität. Die umstrittene Modemarke Shein nutzte die Social-Media-Bewegung für eine ungewöhnliche Werbeaktion – jetzt hagelt es Kritik
Abschied vom Tantchen: Das „nd“ kämpft um seine Existenz
Velten Schäfer stieß 2002 zum „nd“ und hatte fast 20 Jahre mit der Zeitung zu tun. Sein Blick auf ein Blatt, das immer mehr sein musste oder wollte als eine Zeitung