Zadie Smiths Roman „Betrug“: Von Literaten und anderen Lügnern
Zadie Smiths erster historischer Roman „Betrug“ verbindet England und die Karibik entlang eines Erbschleicherskandals inmitten des Kolonialismus. „Ein Lesevergnügen“, findet Carola Torti
Arbeitskampf: Mit Claus Weselsky zur Vier-Tage-Woche
Streiks vor Weihnachten, herzlose Gewerkschaften? Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer und die IG Metall kämpfen für ein Ziel, das weit über ihre Branchen hinausweist: Kürzere Arbeitszeiten bei gleichem Lohn
Mali: Nach dem Abzug Frankreichs und der UN-Mission erobert die Zentralregierung Kidal
In Mali haben Regierungstruppen die Tuareg-Rebellen aus der Metrople Kidal im Norden des Landes vertrieben. Russlands Außenminister Sergej Lawrow gratuliert
Black Friday: „Über Gewerkschaften zu sprechen kann bei Amazon zur Kündigung führen“
In 30 Ländern nutzen Beschäftigte bei Amazon den Black Friday zum Streik. Der Online-Versandhändler sei „der schlimmste Arbeitgeber, den ich je hatte“, sagt Darren Westwood
Polens Biennale-Beitrag: „Ein anti-europäisches Manifest“
Polens Beitrag für die Biennale 2024 wirkt wie ein vergifteter Abschiedsgruß der PiS. Jurorin Joanna Warsza beurteilt ihn als „Endspiel von acht Jahren rechter Herrschaft". Doch er könnte ein Vorgeschmack auf die Zukunft der Biennale sein
Griechenland: Neuer Syriza-Chef Stefanos Kasselakis stößt auf Widerstand
Ein ehemaliger Syriza-Minister sieht im Nachfolger von Alexis Tsipras, dem Millionär Stefanos Kasselakis aus Miami, einen „Beppe Grillo Griechenlands“ und spielt damit auf den Komiker und Gründer der Fünf-Sterne-Bewegung in Italien an
Schuldenbremse: Ein deutscher Fetisch und seine Folgen
Der Staat muss Kredite aufnehmen, gerade in diesen Zeiten. Sonst wird Deutschland zur Geisel einer irren Ideologie von FDP und Union, die als Schuldenbremse sogar Verfassungsrang besitzt
Von wegen Völkerrecht: Über die Monstranz des Westens
Völkerrecht statt Mord und Totschlag – das war die Idee. Aber: Die Völkerrechtsordnung ist Vergangenheit. Der Politikwissenschaftler Roland Czada über die überstaatliche Rechtsordnung, die nur noch in Rhetorik und Doppelmoral weiterlebt
Regiedebüt von Milena Aboyan: Die klinisch restaurierte Unschuld
Das Drama „Elaha“ erzählt vom Alltag einer jungen Deutsch-Kurdin, die zwischen Anpassung und Ausbruch laviert. Ein Film mit einer klaren Botschaft: Gegen das Patriarchat und für Gleichberechtigung
Fotografinnen in der DDR: Neben der Linie
Das Museum der Bildenden Künste in Leipzig zeigt Werke von Evelyn Richter und ihren Weggefährtinnen. Vor allem aber zeigen sie, was es hieß, als freie Fotografin in der DDR zu leben
Missbrauch in der Evangelischen Kirche: Wer hat noch alles weggeschaut?
Die EKD-Ratspräsidentin Annette Kurschus hat die richtigen Konsequenzen aus den Missbrauch-Vorwürfen gezogen. Aber die kommenden Wochen werden zeigen: Andere haben viel mehr Schuld auf sich geladen
Waffenruhe im Gaza-Krieg: Es bleibt nicht viel Zeit
Israel und die Hamas haben die Freilassung von Geiseln und eine viertägige Waffenruhe vereinbart. Frieden in Nahost liegt aber noch in weiter Ferne
Mehr Wahn als Vision: Wie tickt Elon Musk?
Greta Thunberg, neue Rechte, die Royals: Folgen Sie uns in den digitalen Kopf des reichsten Mannes der Welt. Aber Achtung: Es ist die verdrehte Welt eines sehr mächtigen Kindes
Effektive Steuern: Wie die ganze Weltbevölkerung vor der Klimahölle bewahrt werden könnte
Der CO₂-Fußabdruck der reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung ist bis zu 40 Mal höher ist als der von armen Menschen. Das zeigt: Pauschale Steuern auf klimaschädigendes Verhalten sind unsinnig. Es gibt bessere Konzepte
Aufarbeitung der NS-Verbrechen in der Medizin: Wie man das Vergessen verhindert
Welche Lehren kann man aus der menschenverachtenden Medizin in der NS-Zeit ziehen? Eine Kommission gibt weitreichende Antworten
„Napoleon“ von Ridley Scott: Im Opferkostüm zum „Survivors’ Ball“
Ridley Scott liefert in seinem Biopic „Napoleon“ ein betont unheroisches Porträt des historischen Helden. Die eigentliche Sensation ist Vanessa Kirby in der Rolle der Joséphine
Recep Tayyip Erdoğan: Der große Zampano
Nach dessen Staatsbesuch in Deutschland sollte man Recep Tayyip Erdoğan viel mehr als Zeitgenossen einer multipolaren Welt begreifen
Israel/Gaza: Geiselfreilassung gegen Feuerpause – was das für Benjamin Netanjahu heißt
Der Druck auf Benjamin Netanjahus Kabinett in Israel wurde immer größer. Jetzt hat Tel Aviv mit der Hamas ein Abkommen über die Freilassung israelischer Geiseln wie palästinensischer Inhaftierter und eine Feuerpause geschlossen
Wie das Leben auf der Internationalen Raumstation ISS trotz Kriegen weitergeht
In der Internationalen Raumstation ISS teilen sich Astronauten aus Russland und dem Westen ein Fluggefährt in der Größe eines großen Einfamilienhauses
Nein, Greta ist keine Antisemitin. Auch wenn deutsche Verdrängungswünsche das gerne hätten
Deutsche Kolumnist*innen waren sich sehr schnell einig: Greta Thunbergs jüngste Äußerungen zum Nahostkonflikt seien antisemitisch und ein Problem für die Klimabewegung. Doch bei genauem Hinsehen zeigt sich: Nichts davon ist wahr
Das unheimliche Nachleben der Documenta Fifteen
Nach antisemitischen Kunstwerken auf der Documenta Fifteen kommt die Kunstausstellung nicht zur Ruhe. Deshalb ist jetzt nicht der richtige Moment, um nach Personen zu suchen, die die nächste kuratieren
Drakonische Maßnahmen: Huwara im Westjordanland muss um seine Existenz fürchten
Huwara ist faktisch in zwei Teile gespalten. Die palästinensischen Einwohner durften zuletzt Straßen nicht mehr ohne Erlaubnis überqueren und müssen kilometerlange Umwege in Kauf nehmen. Frei bewegen dürfen sich allein israelische Siedler
Milliardäre sind die Giganten des Klimawandels – wir sind die Bienen
Nicht die Weltbevölkerung ist ein Problem für das Klima, sondern es sind Milliardäre wie Elon Musk oder Bill Gates. Um zu verstehen, wie viel mehr CO₂ sie ausstoßen, stellt die US-Autorin Rebecca Solnit einprägsame Vergleichsrechnungen an
Javier Milei wird Präsident Argentiniens: Mit der Kettensäge gegen die Demokratie
Vor lauter Wut über die Wirtschaftskrise haben die Argentinier den Rechtspopulisten Javier Milei zum Präsidenten gewählt. Es ist unklar, ob er sein ultraliberales Programm umsetzen kann, doch der Demokratie droht schwerer Schaden