Deutsche Demokratische Republik
„Es geht vor allem um Bedrohungsgefühle“
Ein Gespräch mit dem Chemnitzer Sozialpsychologen Frank Asbrock über das Gefühl, nicht dazuzugehören, und die Machtlosigkeit gegenüber der Integrationskraft der AfD
1949: Kirchenskandal
Heinrich Grüber, EKD-Beauftragter in der DDR, besucht das sowjetische Internierungslager Sachsenhausen. Er weigert sich, es mit den KZs aus der NS-Zeit gleichzusetzen
„Die Einheitskrise hat mit Hartz IV zu tun“
Als Historiker weiß Philipp Ther, dass die Geschichte niemals alternativlos ist
Umbrüche
Bernhard Neff zeigt Rechenaufgaben im Wandel der Zeit
Eine neue Stadt
Im Deutschen Theater sucht Brigitte Reimanns „Franziska Linkerhand“ nach der Synthese zwischen dem Notwendigen und dem Schönen
Zur Sonne, zu Aldi
„Rot oder Tot“ collagiert die 89er-Wende und den Frust, der ihr folgte
Kunst hatte Reisefreiheit
Endlich trauen Museen im Westen sich, Werke aus der DDR-Zeit ohne politische Brille anzuschauen
„Die Liebe ist überfordert“
Bini Adamczak glaubt, dass mit dem Kapitalismus auch die Romantik verschwinden wird
Nähe, Nähte
Seine Kuschelrippchen haben einst unsere zarten Seelen geprägt. Was heißt es wohl, wenn er wiederkommt? Psychologisieren Sie bitte jetzt
Ich bin so frei
Günther Huniat war einer der wichtigsten subversiven Leipziger Maler und organisierte den Herbstsalon 1984 mit. Heute sitzt er allein im Atelier. Ein Besuch
Branchentod
Industrien kommen und gehen, das wissen Zeitungsleser und -macher am besten. Aber ist man Nostalgiker, wenn man findet, dass manches hätte bleiben können? Unser Lexikon
Die Gunst der Stunde
Das vereinte Europa hätte seinerzeit zum Global Player aufsteigen können, scheitert dann aber an sich selbst
1989: Glasnost in Weiß
Wie überall in der DDR fegt auch in der Psychiatrie ein Sturm der Erneuerung durch alte Strukturen. Zentrum des Aufbruchs ist einmal mehr Leipzig
Weiße Flecken
Statt als „Sieger der Geschichte“ zeigt sich die DDR als „Sieger der Geschichtsschreibung“
Wie der Dritte Weg so kurz geriet
Warum ging es nach dem Mauerfall nur noch um die Wiedervereinigung? Die frühe Opposition hatte ganz andere Ideen
Dealer
Wer sie verachtet, hasst nur das Bedürfnis, das sie stillen – nicht selten das eigene. Und manchmal ist der illegale Handel Vorbote des Fortschritts. Unser Wochenlexikon
„Was mich berührt …“
Bis 1989 stehen Bücher von Stefan Heym in der DDR auf dem Index. Er hat mit dem „Sonntag“ eine Rechnung offen, als der ihn für die Ausgabe vom 3. Dezember interviewt
Hufeisen im Hirn
Linke und Nazis sind quasi dasselbe, und man selbst hat nichts mit denen zu tun – über eine Lebenslüge der Union
German Angst vor dem Aufstehen
Warum ist das Sammlungsprojekt von Sahra Wagenknecht und anderen gescheitert? Ein Psychoanalytiker und Mitglied der ersten Stunde auf der Suche nach den tieferen Gründen
Was nicht sein darf
1983, DDR: Ein Mann aus Mosambik wird ermordet. Max Annas’ neuer Roman basiert auf wahren Ereignissen
„Ab wann, Schabowski?“
Riccardo Ehrman griff als Journalist am 9. November 1989 in die Weltgeschichte ein. Seine Frage auf einer Pressekonferenz ließ die Mauer fallen
Terror mit Ankündigung
Steigen die Konservativen in Deutschland zum zweiten Mal nach den 1930er Jahren in denselben Fluss und koalieren mit der äußersten Rechten?
Störrische Dableiber
1989 hatte in der „Volkszeitung“ Marina Achenbach jene aufgesucht, die in der DDR bleiben wollten
„Die Leute brauchen Sicherheit“
In Wirtschaftskrisen wird gern auf Wachstum gesetzt – was, wenn das Klima dagegenspricht? Klaus Dörre über eine Zwickmühle und eine Gesellschaft im Wandel