Deutsche Demokratische Republik
1958: Delle im Denken
Sozialistische Staaten setzen im Wettbewerb der Systeme auf das ökonomische Einholen und Überholen. Man übersieht, dass die dafür notwendigen Triebkräfte fehlen
Werde ich ostalgisch?
In der DDR haftete Geld eine gewisse Machtlosigkeit an – Vitamin B war die Währung des Ostens. Es nervte wie Geld
Billig kann teuer werden
Eltern, Erzieher und Politik träumen von der eierlegenden Wollmilchsau. Ein Schuss Realitätsnähe stünde dem Tauziehen um den Kitaplatz gut zu Gesicht
Links, unabhängig, pleite?
Die Belegschaft des „Neuen Deutschland“ kämpft um den Fortbestand der Tageszeitung – und gegen eine stärkere Einflussnahme der Linkspartei
Dialog im Krug
Als Egon Krenz den FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher (1959 – 2014) Ende der 1990er Jahre kennenlernt, ist er verblüfft
1968: Skeptische Brüder
Der „Prager Frühling“ setzt auf Reformen und schreckt die Bruderparteien der KPČ. Sie sehen den Sozialismus akut bedroht. Ein gemeinsamer Brief soll Prag umstimmen
„Nur mal so auf einen kurzen Plausch“
War nicht alles schlecht in der DDR. Vor allem die Nachbarschaft
Paris, Cottbus
Sorgfältig erdacht, aber weitab von strenger Studio-Atmosphäre: Arno Fischers Bilder für die „Sibylle“
Sächsische Amnesie
Im Zschopautal steht ein ehemaliges KZ. Eine Initiative will gedenken – und stößt auf Unwillen
Eine Seele, zwei Systeme
Die Wiedervereinigung ist für den Korea-Gipfel mit Kim Jong-un keine realistische Option
„Keine Psychologie!“
Das Prügeln vor der Kamera wusste er gut vorzubereiten: Schauspielerin Friederike Brüheim über ihre Zusammenarbeit mit dem Filmemacher Sohrab Shahid Saless
„Was war das nur für ein Scheißland“
Im Kino gewesen, „Das schweigende Klassenzimmer“ gesehen und die DDR kein bisschen vermisst. Und dennoch: Den Osten kriegt man nicht so leicht aus sich heraus
Beten für Föten
Radikale Abtreibungsgegner profitieren auch hierzulande vom Rechtsruck, sagen Kirsten Achtelik und Eike Sanders
1958: Großer Bruder
Der sowjetische Parteichef Chruschtschow wird Entwicklungshelfer der DDR-Wirtschaft und billigt Reformen, mit denen Walter Ulbricht die Zentralisierung überwinden will
Uwe Steimle: Der Bauch irrt nie
Uwe Steimle macht sein Kreuz bei der Linkspartei, unterschreibt aber auch rechtslastige Erklärungen
Wo bleiben die Kieler Matrosen?
Der neue Erlass erklärt neben der Wehrmacht die Nationale Volksarmee der DDR für „traditionsunwürdig“ – und vergisst eigentliche Vorbilder wie Karl Rudolf Brommy
Sonntagsruhe
Heimat-Chef Seehofer meint, das Abendland hänge von ihm ab, in Wahrheit ist der Sonntag perfekt für einen Mord, pardon, einen Krimi oder: zum Kicken, findet der Platzwart
Frauenratgeber
Klingonisch sprechen beim Sex. Eine „Hexe“ sein, selber verhüten, die Vagina feiern. Und wenn alles öde ist: Das männliche Geschlecht vernichten! Noch mehr guten Rat?
Der Mensch – Maschine?
Ein Fund aus der Wissenschaftsgeschichte der DDR: Als Christa Wolf vor Gynäkologen sprach
„Mein Zugang zum Osten führt über Literatur“
Steffi Diez hat eine ehemalige Volksbuchhandlung der DDR übernommen – und redet mit Kunden auch übers Wasserfiltern
DIN-Formate
Der Erste Weltkrieg sei der Vater der DIN-Norm, heißt es – im März feiern wir ihren 100. Geburtstag. Unser A–Z
Seltenes Vergnügen
Ein kleines Berliner Theater nimmt sich Bertold Brechts „Die Tage der Commune“ an
Unter Druck
Drei Frauen, drei Generationen: Lebensentwürfe, die früher als normal galten, werden heute in Frage gestellt. Wie können wir damit umgehen?
Rosarote Zahlen
Wahlfreiheit? Gab es im Osten nicht. Im Westen ist es nicht besser, findet unsere Autorin