„Konjunktur der Männlichkeit“: Die rechte Sexualitätspanik
Birgit Sauer und Otto Penz denken in ihrem Buch „Konjunktur der Männlichkeit“ Ökonomie und Psychologie zusammen, um zu erklären, warum der Rechten das Spiel mit den Gefühlen so gut gelingt
Manege neu: Faszination zeitgenössischer Zirkus
Fester Spielort statt Wanderkompanie, Erzählung statt Nummernrevue: Langsam, aber sicher etabliert sich der zeitgenössische Zirkus als eigene Sparte
Esther McVey: Die „Anti-Woke“-Ministerin in Großbritannien
Esther McVey, neuerdings Ministerin ohne Ministerium in Großbritannien, reizen politische Aktivisten, „die uns ihre diskriminierenden Meinungen aufzwingen“. Schon als Arbeitsministerin fand sie Gefallen an der harten Hand
Ganz normal? Alltag im Rollstuhl
Patricia Fritze ist seit 2021 durch eine Erkrankung behindert. Das Problem ist jedoch weniger der Rollstuhl als die diskriminierende Umgebung. Ein Porträt anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember
Zeit für die Grundsatzfrage: Kippen auf die Schwarze Liste?
Rückschlag für die Rauchfreiheit: Neuseelands neue Regierung hat den Beschluss gecancelt, den Jahrgängen ab 2009 das Rauchen zu verbieten. In Berlin und London arbeitet man hingegen weiter an der schrittweisen Illegalisierung
Pogues-Frontman Shane MacGowan: Mürrischer Mythos
Shane MacGowan behauptete nie, ein Poet der Arbeiterklasse zu sein. In die Unterschicht der Ausgestoßenen, über die er schrieb, konnte man aus jeder Klasse rutschen
Ende der Feuerpause in Gaza: Nun greift Israel den Süden massiv an
Werden nun die Angriffe auf den Süden der Region verstärkt, birgt dies das Risiko einer beispiellosen humanitären Krise. Alles ist dazu angetan, eine schlimme Situation noch schlimmer zu machen. Dort leben jetzt zwei Millionen Menschen
Thomas Piketty über faire Klimapolitik: Privatjets und SUVs zuerst verbieten!
Politiker, die sich gegen Klimaschutz aussprechen, haben weltweit Zulauf. Thomas Piketty sagt: Nur wenn zuerst die Reichen ausgebremst werden, sei grüne Politik auch bei der normalen Bevölkerung mehrheitsfähig. Sonst drohen Massenaufstände
„Alles, nur kein Interview!“: Meinungen und Proteste von Arthur Schnitzler
Von wegen „überholte Gattung“: Der Dramatiker Arthur Schnitzler redete gern mit der Presse – die Lektüre der Sammlung seiner Interviews ist sehr lehrreich und lustig
Israel, Palästina – und die DDR
Unparteiische Vermittlerrolle statt Bekenntnis zu Israel: Dieses Votum stößt im Osten Deutschlands auf mehr Zustimmung als im Westen, so das Ergebnis einer Umfrage. Autor Gunnar Decker sucht nach Gründen
Was kann ein Schriftsteller gegen Antisemitismus tun? An das Vergessen erinnern
In Zukunft wird es noch mehr unsere Aufgabe sein, gegen Judenhass und Propaganda anzuschreiben, sagt der Autor Karsten Krampitz. Denn die „Gedächtnislücken“ werden immer größer
Eva Menasse zum „Zustand der Debatte in der Digitalmoderne“: Arena statt Agora
Eva Menasses Essay „Alles und nichts sagen“ führt vor Augen, wie Digitalisierung und soziale Medien unsere Debattenkultur verwüstet haben. Was schlägt sie vor, um das zu ändern?
Wolodymyr Selenskyj: Der Held des Krieges wird zum Hindernis für Frieden
Die ukrainische Sommeroffensive brachte keinen Durchbruch. Das Ergebnis ist ein Stellungskrieg, den Kiew kaum gewinnen kann. Verhandlungen erscheinen ein von der Biden-Regierung erwogener Ausweg, doch Präsident Selenskyj will mehr
Nach dem rechten Terror in Hanau: Es hat kein Ende
In Hanau feiert die Bildungsinitiative Ferhat Unvar ihren dritten Geburtstag – mit Carlos und Tobi, die die Zeit unmittelbar vor der Ermordung ihres Freundes durch einen Rassisten als die beste ihres Lebens erinnern
„Vertrauensbarometer“ von Edelman: Wie PR-Firma Autokraten fördert
Edelman, das weltweit größte Unternehmen für Öffentlichkeitsarbeit, erhielt Millionen US-Dollar aus Verträgen mit Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen Unterdrückungsregimen
„Die Störung“ von Constantin Hatz: Mögen diese Erfahrungen Gehör finden
In „Die Störung“ setzt sich Regisseur Constantin Hatz mit dem traumatisierten Leben seines besten Freundes auseinander, der als Kind vor dem Jugoslawienkrieg nach Österreich fliehen musste
Wie die dreifache Ungleichheit der Klimakrise Widerstand erschwert
Die Erwärmung der Erde ist geprägt von einer dreifachen Ungleichheit, deren Folgen radikal und neu sind. Adam Tooze weiß, warum trotz allem Klimakonferenzen unverzichtbar sind
4-Tage-Woche: Wie die IG Metall um die Zeit ihrer Arbeiter kämpft
Zeit ist Geld: Die IG Metall will die 32-Stunden-Woche durchsetzen, bei vollem Lohnausgleich. Arbeitgeber fürchten den Fachkräftemangel. Der Konflikt wird hart – und er dauert schon 45 Jahre
Ein Malocher über New Work: „Arbeit macht man mit den Händen, mit Schwielen und Schweiß“
Mareice Kaisers Papa ist 75 und arbeitet als Lkw-Fahrer. 40 Jahre lang tat er das, weil er Geld verdienen musste. Jetzt, weil er es möchte. Was sagt ihm das Konzept „New Work“? Und wie könnte seine Arbeit verbessert werden?
Was ist eigentlich New Work? Das Neue Arbeiten war viel mehr, als heute draus gemacht wird
Mehr als Home-Office, Kickertische und Laptop-Nomaden in Lissabon: Das Konzept des New Work hat eine lange Geschichte, die viel mehr ist als seine jüngste neoliberale Verengung
Klimakonferenz ohne Meinungsfreiheit? Die COP28 in Dubai scheitert, bevor sie beginnt
Wie soll man sinnvoll über die Bekämpfung des Klimawandels diskutieren, wenn eine Klimakonferenz in einem Öl-Staat stattfindet, wo es keine Meinungsfreiheit gibt und Dissidenten inhaftiert werden?
Eintrittswelle von A bis Z: Der große Traum der Kirche – und der Linkspartei
Die Linke freut sich über viele neue Mitglieder. Und mit Tom Cruise als Zugpferd wäre da garantiert noch mehr drin. Nur dem Beispiel der Berliner FDP sollte sie nicht folgen. Unser Lexikon zu Eintrittswellen
Animationsfilm „Die Sirene“: Pubertät und Apokalypse
Regisseurin Sepideh Farsi erzählt in ihrem 2-D-Animationsfilm „Die Sirene“ von den Ungleichzeitigkeiten des Alltags im Iran während des Ersten Golfkriegs mit dem Irak
Feuerpause in Gaza: Augenschein des Augenblicks
Der Geisel- und Gefangenenaustausch wirkt wie ein Offenbarungseid für die zynische Dialektik eines asymmetrischen Konflikts. Über den Versuch der Hamas, als unterlegene Partei ihre militärischen Nachteile politisch zu kompensieren