Vergiss, was du weißt
Mit „Mona Lisa and the Blood Moon“ gelingt Ana Lily Amirpour ein vergnügliches Plädoyer für die Akzeptanz des Außergewöhnlichen
Schreiben in der DDR: Von Enttäuschungen und Rückschlägen – und dem kritischen Kampfgeist
„Drei Frauen träumen vom Sozialismus“ – Carolin Würfels Buch zeichnet Vita und Werk von Christa Wolf, Maxi Wander und Brigitte Reimann nach
„Die Altenrepublik“: Rentner:innen haben das Geld und die Macht. Und was haben wir Jungen?
Julia Schramm ist 37, Autorin und Mitglied der Linken. Für den „Freitag“ hat sie das Buch „Die Altenrepublik - Wie der demografische Wandel die Demokratie gefährdet“ von Stefan Schulz gelesen
Zwischen Diktatur und Boheme, Krieg und Frieden: Jutta Voigts Leben in der DDR
Wild und glücklich: Mit 81 Jahren erzählt Jutta Voigt ihr Leben in der DDR als Roman. „Wilde Mutter, Ferner Vater“ ist aber mehr als das – das Buch ist vor allem auch eine faszinierende deutsch-deutsche Zeitgeschichte
Medienkünstlerin Joan Jonas: Die coole Schamanin
Das Haus der Kunst in München richtet Joan Jonas eine große Retrospektive aus. Die 86-Jährige gilt zurecht als eine der einflussreichsten Performance- und Medienkünstlerinnen
Horror der Abschottung: Drinnen gegen Draußen
„Wir könnten genauso gut tot sein“ erzählt davon, was passiert, wenn sich eine Gesellschaft zum Überleben abschottet. Natalia Sinelnikovas Film ist nicht der erste, der zeigt: Es ist der Horror
„Aşk, Mark ve Ölüm“: Udo Jürgens? Hatay Engin!
Cem Kayas Dokumentarfilm „Aşk, Mark ve Ölüm – Liebe, D-Mark, Tod“ feiert Schlager, Pop und Rock von türkischen Einwanderern als deutsches Kulturgut
Eheporno „Das leichte Leben“: Sie stöhnt gespielt laut
Thomas Melles neuer Gesellschaftsroman „Das leichte Leben“ ist ein Ärgernis, macht fast schon wütend. Über einen Eheporno bei dem man sich fragt: Kann das nicht aufhören?
Toussaint Louverture: Der Freiheitskämpfer aus der Karibik
Toussaint Louverture inspirierte Anna Seghers zu einer Novelle. Trotzdem kennt man ihn hierzulande heute kaum. Die Monographie „Black Spartacus“ sollte das ändern. Annäherung an einen Vorkämpfer der Demokratie
Serie „The Undeclared War“: Der Code der anderen
Die britische Serie „The Undeclared War“ spielt das Befürchtete durch: den Cyber-Krieg mit Russland
Nicht nur Giorgia Meloni hat ein unbeschwertes Verhältnis zum Faschismus
In Italien hat Giorgia Meloni gute Chancen, die anstehende Wahl zu gewinnen. Angesichts dieser Prognosen empfiehlt sich die Lektüre von Francesco Filippis „Mussolini hat Gutes getan?“
„Materialermüdung“ von Dietrich Brüggemann: Alles muss kaputtgehen
Dietrich Brüggemann ist Regisseur, Musiker, Drehbuchautor – und Mitinitiator der Corona-Protestaktion #allesdichtmachen. Nun hat er einen Roman verfasst. „Materialermüdung“ ist keineswegs eine platte Satire
Clara zwischen den Welten
In Annika Pinskes „Alle reden übers Wetter“ versucht eine Bildungsaufsteigerin zwischen Universitätsbetrieb und fremdgewordener ostdeutscher Heimat zu sich selbst zu finden
Alice Schwarzer im Wunderland
Sabine Derflingers „Alice Schwarzer“ verdichtet Leben und Werk seiner Protagonistin zu einem Porträt voller Widersprüche
Feminismus-Ausstellung „Empowerment“ in Wolfsburg: Wer kotzt die Leute an?
Das Kunstmuseum Wolfsburg zeigt noch bis Januar über 100 Werke feministisch orientierter Kunst. Das ist glamourös anzusehen, die Schau „Empowerment“ zeigt aber noch etwas anderes auf
Zu verkaufen
Bauhaus, No!art, Kryptokunst: Bei der „Positions Berlin Art Fair“ in Tempelhof gibt es ein interessantes Angebot
Niemand hat die Absicht, Kunst zu verdrängen
Eine Gruppenausstellung der in den Berliner Uferhallen arbeitenden Künstler:innen könnte für lange Zeit die letzte sein. Auf dem Areal soll gebaut werden
„Everything will be fine“ von Tactical Tech: Ein Ring wird leuchten
Gegenüber vom HAU will die NGO Tactical Tech über das schwierige Verhältnis von Daten und Demokratie aufklären
Die Wunde bleibt
Wer kümmert sich eigentlich um wen? Die Ausstellung "YOYI! Care, Repear, Heal" im Berliner Gropius Bau stellt wichtige Fragen
Kurator Marc Wellmann über die Ausstellung „ÜberLeben“: „Es geht um Hoffnung“
Der Kurator und Kunsthistoriker Marc Wellmann sah den Filmklassiker „Soylent Green“ und stellte fest: der spielt ja heute, im Jahr 2022! Im Haus am Lützowplatz stellt er die Frage, was das nun über unsere Gegenwart aussagt
Spurensuche in Hellersdorf
Die Ausstellung „Salud – Picasso Speaking“ der nGbK wollte sich der politischen Geschichte von Picasso-Ausstellungen widmen – und wurde vom Krieg in der Ukraine eingeholt
„And I Trust You“ in der Miettinen Collection: Sorry Mama
Vertrauen in der Beletage: Eine Ausstellung in der Miettinen Collection nähert sich dem Thema aus queer-feministischer Perspektive
So weit so kompliziert: Unser ganz spezifisches So-Sein
„Vier Tage, drei Nächte“ ist der Schlusspunkt von Norbert Gstreins grandioser Trilogie. Schade, dass der Roman auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis fehlt
Viel Neuland für Jürgen Habermas
Ist Jürgen Habermas’ neue Diagnose vom „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ aktuell? Unser Autor meint, dass der wirkmächtige politische Theoretiker die Digitalgesellschaft übersieht