1979: Vergessene Gewalt
In Spanien markiert eine neue Verfassung den Übergang zur Demokratie nach der Franco-Diktatur. Dass der Weg zum Konsens blutig war, wird heute gern ausgeblendet
Der Sinn des Sehens
Warum der Film eine unzeitgemäße Kunstform ist – und gerade deshalb so schützenswert wie die Oper oder das Kammerkonzert
Leben im Bullshit
Mathilde Ramadier will keine Welt, die aus Coworking Spaces besteht. Die Freiheit der Start-ups ist für sie eine neoliberale Lüge
„Eine absurde Strategie“
Die Bundeswehr wird immer teurer. Das ist weder sicherheitspolitisch noch haushälterisch zu verantworten, sagt Matthias Höhn
Rechts für links
Bei den kommenden Wahlen in Israel gilt Benny Gantz als aussichtsreichster Herausforderer von Benjamin Netanjahu
Links, Zank, Drei, Vier
Íñigo Errejón, der Vordenker von Podemos, gründet ein neues Bündnis. Er erntet Zorn
Verklärte Sicht
Menschen schätzen die Lage der Welt schlechter ein, als sie ist. Das kann zum Problem werden
Am Abgrund
Premierministerin Theresa May lehnt das Kompromissangebot von Labour-Chef Jeremy Corbyn ab. Die britische Wirtschaft stellt sich auf ein Fiasko ein
Moralische Erpressung
In Zeiten der AfD hätte das politische Theater wieder große Aufgaben. Das Stück „Das blaue Wunder“ nimmt sie leider nicht wahr
Der Brotaufstand ist zurück
Der Protest der Gelbwesten dreht sich nicht um Arbeit, sondern um hohe Preise. So wie 1789. Nur eben mit Gabelstaplern
Mitlaufen lohnt sich
In seinem neuen Buch „Das braune Netz“ zeigt Willi Winkler, wie stark die frühe Bundesrepublik auf alte Nazis baute
„Alle Profis unkten“
Maurice Summen bespielt Nischen mit seinem Label Staatsakt. Er mag späte Happy Ends
Der Kommunismus ist …?
Philip Grassmann mag die Smiths und hat neben dem „Freitag“ noch den „New Yorker“ abonniert
Bless you
Seit 2009 sind wir dankbarer Partner des „Guardian“. Obwohl er uns manchmal den Schlaf raubt
Wir lieben Kinder nicht nur, wir sind wie sie
Bei Bälgern und Briten kommt man mit Vernunft allein nicht weit, weiß Jakob Augstein
Sonst droht Krieg
Was denkt Nicólas Maduros ehemaliger Stabschef über die Krise des Landes? Hier erzählt er es
Von Irren und Idioten
Der Chinese Liu Jian überträgt die Kapitalismuskritik des Noir-Genres auf den Zeichentrick
Whisky, ohne e geschrieben
Der größte Verlust für Europa wäre Schottland. Die Schriftstellerin Zoë Beck mit einer Liebeserklärung
Teure Blicke
David Hockney wird in Köln als penibler Handwerker gezeigt, Pop-Art-Pionier Richard Hamilton als Moralist. Beides ist im Zweifel anzuzweifeln
Abrieb und Aporie
Die Goldenen Zitronen leiden an der Stachligkeit der Zeit und quengeln sich konsequent durch ihr neues Album
Bestehen auf Aufklärung
Zehn Jahre neuer „Freitag“, zehn Jahre Debatten. Stimmt unser Kurs? Wir fragten den Philosophen Guillaume Paoli und die Soziologin Cornelia Koppetsch
Nur aus Zufall draußen
Wilhelm Genazino fühlte sich Menschen in Haft verbunden. In der JVA Butzbach las er mehrmals aus seinen Romanen
Zwei vor zwölf
Die Aufkündigung des INF-Vertrags beschwört die real erfahrbare Atomkriegsgefahr der 1980er Jahre wieder herauf
Niemand wird kommen, um uns zu retten
Die Kohlekommission war von Anfang an ein vergiftetes Angebot. Denn angesichts dieser Krise ist Klimaschutz nicht verhandelbar, schreibt die Sprecherin von "Ende Gelände"