Palästinenser
Seebrücke Larnaca-Gaza: Eine Trasse der Humanität ist auf eine Waffenruhe angewiesen
Dass nun auch noch Tausende Palästinenser vor den Augen der Welt verhungern, ist offenbar auch für die US-Regierung des Furchtbaren zu viel. Präsident Biden drängt Israels Premier Netanjahu, mehr humanitäre Hilfe zu ermöglichen
„Der neue Antisemitismus“: Wie aktuell sind Jean Amérys Schriften?
Der jüdische Schriftsteller Jean Améry starb 1978, jetzt erscheinen seine Schriften unter dem Titel „Der neue Antisemitismus“ – wie aktuell sind sie heute?
USA/Israel: Joe Biden braucht für seinen Wahlkampf Fortschritte in Gaza
Durch seine Israel-Politik verliert Joe Biden in den USA an Zuspruch in traditionellen Wählerschichten der Demokraten. Dass die Waffen ab 11. März während des Fastenmonats Ramadan in Gaza schweigen, liegt in seinem Interesse
Aufruf zum Israel-Boykott vor Venedig-Biennale: Sorge, was noch bevorsteht
Ein offener Brief fordert, Israel von der Kunstbiennale in Venedig auszuschließen. Tausende haben ihn unterschrieben, die Liste ähnlicher Boykottaufrufe ist lang. Über einen Diskurs, den man nicht ohne Widerspruch laufen lassen kann
Massenvergewaltigungen von israelischen Frauen durch die Hamas: Das große Schweigen
Die Hamas verübt systematische Gewalt an den israelischen Geiseln – und wird trotz zahlreicher erdrückender Beweise kleingeredet und geleugnet. Wieso?
Die EU-Marinemission ist auch gegen den Iran gerichtet
Die EU-Operation „Aspides“ scheint nicht ausreichend dagegen gefeit, eine „Mission Creep“ zu werden. Als militärischer Partner der USA im Roten Meer und Israels im Gaza-Konflikt begibt man sich in eine asymmetrische Konfrontation
Gaza: Noch ist offen, ob der Ramadan im Schutz einer Waffenruhe begangen wird
Nach Ansicht des Kriegskabinetts von Benjamin Netanjahu würde eine Feuerpause zur islamischen Fastenzeit nur einen kleinen Aufschub vor dem Angriff auf Rafah im Süden des Gazastreifens bedeuten
Rafah: Die Gesichter der Menschen werden zu Masken der Angst
Der Arzt und Psychiater Bahzad Al-Akhras lebt mit seiner Familie seit Wochen im Zelt. Für ihn wie für 1,4 Millionen Palästinenser sind Szenen des Horrors seit mehr als vier Monaten Krieg zur kollektiven Routine geworden
Konföderation Israel-Palästina: Keinem alles, niemandem nichts
Weder die Ein- noch die Zwei-Staaten-Lösung versprechen einen Erfolg – anders eine Konföderation Israels und Palästinas. Sie würde die tiefe Verbindung jeder Nation, der jüdischen wie der palästinensischen, zum gesamten Land anerkennen
Rafah: Jetzt steht auch die Koexistenz zwischen Israel und Ägypten auf dem Spiel
Benjamin Netanjahus rechtsextreme Minister machen kein Hehl daraus, dass Siedler den Gazastreifen erneut in Besitz nehmen sollten. Dazu wäre die palästinensische Bevölkerung dauerhaft zu verdrängen. Auffangen könnte sie nur Ägypten
UNRWA im Israel-Gaza-Krieg: Eine extreme Herausforderung
Die Organisation UNRWA steht unter enormem Druck. Mitarbeiter sollen in Terrorakte der Hamas verwickelt sein. Was wird nun aus der Hilfe für die Palästinenser?
Angriff auf jüdischen Studenten in Berlin: Der Krieg als Gewaltbeschleuniger
Ein jüdischer Student wird in Berlin von einem propalästinensischen Kommilitonen erkannt und so heftig verprügelt, dass er ins Krankenhaus muss. Der Vorfall zeigt, wie der Krieg zwischen Israel und der Hamas Gewalt gegen Juden befeuert
IGH fordert Israel zu Maßnahmen auf, um Genozid in Gaza zu verhindern
Im Fall Südafrika gegen Israel haben die Richter des Internationalen Gerichtshofs Israel nun Auflagen erteilt: So wird Israels Regierung dazu aufgefordert, alles zu bestrafen, was zum Genozid aufstachelt
Deborah Feldman: „Jüdische Vielfalt ist kein Kuschelbegriff“
Die SPD will Antisemiten die Staatsbürgerschaft entziehen. Deborah Feldman hält für möglich, dass sie eines Tages mitgemeint sein könnte, weil sie die israelische Regierung von Benjamin Netanjahu kritisiert. Ein Gespräch mit Jakob Augstein
Nahostkonflikt erklärt für Jugendliche: Elad, Aiyub und das Fakten-Problem
„Die Geschichte der Israelis und Palästinenser“ von Martin Schäuble ist ein lesenswertes Buch – auch über die jugendliche Zielgruppe hinaus
Israelischer Lehrer Meir Baruchin: Von Facebook in den Knast
Meir Baruchin unterrichtet Geschichte und Staatsbürgerkunde in Israel. Als er das Vorgehen von Israels Armee in Gaza nach dem 7. Oktober kritisiert und vor blinder Rache warnt, wird er inhaftiert – die Anklage: Hochverrat
Israelisches Theaterstück über Gaza: Traut sich wer, „Ulysses on Bottles“ heute zu zeigen?
Der Regisseur Guy Ben-Aharon hat das israelische Theaterstück „Ulysses on Bottles“, das von Gaza handelt, inszeniert. Es wirkt heute prophetisch. Trotzdem findet er kein Theater, das es inszeniert – dabei wäre das gerade jetzt richtig
ESC 2024: Warum Palästina am Eurovision Song Contest teilnehmen sollte
In Finnland gibt es Rufe nach einem Ausschluss Israels von dem Musikwettbewerb. Schlechte Idee, findet unser Autor. Wenn das diesjährige Motto „United by Music“ kein Marketingsprech bleiben soll, müsste eher ein neuer Teilnehmer dazukommen
Cinema Jenin: Marcus Vetters unheilbare Hoffnung
Es sollte ein Ort für Palästinenser und Israelis sein. Der Regisseur Marcus Vetter über das Scheitern seines Projekts: Ein Kino in Jenin als Geste der Versöhnung
Huthis im Jemen: Zäh und entschlossen
Die jemenitischen Milizen wollen allen Drohungen zum Trotz nun auch Einrichtungen der USA und Großbritanniens zusetzen, bis eine Waffenruhe in Gaza und die Befreiung palästinensischer Häftlinge aus israelischen Gefängnissen erreicht sind
Eva Illouz: Israel verwandelt sich in einen Schurkenstaat – wenn wir nichts tun
Die israelische Soziologin Eva Illouz sieht ihr Land in seiner Existenz bedroht und ruft zu einer Demokratiebewegung auf. Um zu bestehen, müsse sich die Gesellschaft neu aufstellen: demokratisch, säkular – und ohne Benjamin Netanjahu
Das Problem ist nicht Philosemitismus, sondern ein israelfeindlicher Antisemitismus
Die Philosophin Susan Neiman schrieb im „Freitag“, „die deutsche Fixierung auf die Vergangenheit führe zu einer Leugnung der Realität der Gegenwart“. Eine Erwiderung von Ernst Piper
Benjamin Netanjahu: Der ehemalige „Mr. Sicherheit“
Benjamin Netanjahu war nie ein konventioneller Ideologe. Seine Absage an eine Zwei-Staaten-Lösung hatte weder etwas mit messianischer Überzeugung noch biblischer Inspiration zu tun. Eher war sie Ausdruck einer pessimistischen Weltsicht
Gazakrieg verpestet das Klima: „Die ökologische Sonderstellung des Militärs muss aufhören“
Global ist das Militär klimaschädlicher als die Luft- und Schifffahrtsindustrie zusammen. Das zeigt auch der Gazakrieg, durch den massenhaft CO₂ in die Atmosphäre gelangt. 99 Prozent der Emissionen gehen auf das Konto der israelischen Armee