Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Erst Kommune, dann Metropole
Thomas Flierl, ehemaliger Baustadtrat und Mitglied im Parteivorstand der PDS, über die schwierige Metamorphose Berlins zur Hauptstadt, und was der Osten dem Westen dabei voraus hat
Das Tränental der CDU
Wieder fällt ein Stück Mauerrest - die deutsche Spaltung dauert trotzdem fort, allerdings mit verschobenen Trennlinien
Regent ohne Zepter
Im Kommunalwahlkampf holt sich Kurt Biedenkopf in den Bierzelten noch stehenden Applaus ab. Doch in der CDU wird der Ruf nach Krisentreffen immer lauter
Klammheimliche Verdrängung
Riesters Vorschläge sind teilweise sinnvoll, aber nur aktionistisches Alibi für die versprochene Generalreform. Wer mehr will, kommt um eine Radikalkur der Bundesanstalt für Arbeit nicht herum
Neue Spielkultur gesucht
Die alte Oppositions-Mechanik, einfach "Ja, aber nicht so!" zu sagen, wie einst zu Willy Brandts Ostverträgen, ist unbrauchbar geworden. Dafür kontert die Regierung zu gut
Makel der Verjüngungskur
Juniorprofessuren und Leistungsprämien sollen Wettbewerb auslösen. Im Osten würden sie die Budgets sprengen. Ein Exodus mit Ansagen
Doppelte Buchführung
Auch die von einer sozialdemokratischen Bundesregierung in den siebziger Jahren zu verantwortenden Berufsverbote gehören zum Thema
Ohne Anflug eines Lächelns
Besuch in der mecklenburgischen Stadt, in der scheinbar nur Wirte gut lachen haben
Wir haben nicht Jahre Zeit
Reinhard Höppner, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt (SPD), über die Notwendigkeit, vor Beginn des Solidarpaktes II neue Impulse für die Neuen Länder zu setzen
Auf ideelle Achse gelegt
Eine Partei, die sich einmal auf ein Projekt verstand, diskutiert nun über sich als Werte-Gemeinschaft
Mehr Offensive wagen
Die antikommunistischen Streitmuster sind voll erwacht. "Moskau" gibt es zwar nicht mehr, aber Fischer. Sich nur kleinmütig zu verteidigen, wäre für ihn und die Linke fatal
Fortsetzung folgt
Kandidaten-Reigen in der Union
Thierse reitet weiter
Schröder rüffelt
Kanzler-Bote
Kulturstaatsminister Nida-Rümelin auf dem erodierten Politikfeld des christlichen Abendlandes, von dem Andrea Fischer nun abtritt
Streit der Ombudsmänner
Thierse prangert die Versäumnisse ostdeutscher Entwicklungspolitik zu Recht an. Doch die Lage ist differenzierter. Die Gelegenheit umzusteuern, fast vorbei
Auf nach Mahagonny!
Die Regierung wird in den nächsten anderthalb Jahren vor allem auf Werbetour in eigener Sache unterwegs sein
Leichenkosmetiker
Die Regierung fühlt sich den Kriterien rationaler Problemlösung nicht mehr verpflichtet, dafür aber dem Mumienkult
Westausdehnung durchs Nadelöhr
Die PDS hat das Foyer der politischen Klasse erreicht, aber was will sie eigentlich bei Hofe?
Weißwäscher in Schwarz
Wenn Christdemokraten die Mitte zu bestimmen versuchen und ihnen auch sonst nichts mehr einfällt, rühren sie im rechten Bodensatz - seit Gründung der Partei
Alte Schärfe, neuer Geschmack
Statt Law and Order prägen heute Verschlankung und Flexibilisierung die Innere Sicherheit
Das fleißige Lieschen
Edelgard Bulmahn trifft mit ihren Ambitionen um eine Bildungsreform zumeist auf die Sperrbänder der Haushälter. Inzwischen ist sie wieder auf dem Stand von 1982
Die Vorsitzende, Fußball und ein Vollmond
Im Moment des Führungswechsels halten die Delegierten jeden möglichen Streit zurück
Ja zu Preußen
Helmut Kohl war ein schlechter »Kanzler der Einheit«, weil er nationale Vorurteile hatte
Kein Angst vor »la Mannschaft«
Seit 1990 wird eine Partnerschaft mit Sinnkrise gepflegt