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Wenn es um so viel geht
Nach Brüssel sollte man sich mehr denn je fragen, wann hat das eigentlich begonnen? Und wodurch wurde der "Krieg gegen den Terror" so unaufhaltsam?
Klar zur Wende
Die von der Bundesregierung lange ausgeschlossenen Grenzschließungen und Obergrenzen für Flüchtlinge wurden durch den Deal mit der Türkei faktisch besiegelt
Auf der Schwelle
Präsident Erdoğan riskiert einen militärischen Crash mit Russland
Deutschland – Bulgarien 1.473 : 184
Auch das soziale Gefälle zwischen den EU-Staaten verhindert gemeinsame Lösungen
Offene Grenzen muss man sich leisten können
Der jüngste EU-Gipfel erlaubte auch Einblicke in den Zustand des Schengen-Systems. Europa ist zu zerrissen, um mit einem einheitlichen Grenzregime zurecht zu kommen
Der lange Hebel
Die Türkei weiß, wie sehr sie von der EU zur Flüchtlingsabwehr gebraucht wird und dreht noch ein bisschen an der Preisschraube
Stille Reserve
Durch Flüchtlinge kann eine absehbar wachsende Nachfrage nach qualifizierter Arbeit in Deutschland vorerst nicht gedeckt werden, befindet eine IW-Studie aus Köln
Bürgen einer Waffenruhe
Die geplante Waffenruhe markiert einen Wendepunkt, auch weil die Assad-Regierung direkt eingebunden ist und deren Gebietsgewinne anerkannt werden
In der Schwebe
Die Regierung Erdoğan schließt den Einsatz von Bodentruppen in Syrien nicht aus. Seit dem Anschlag in Ankara wird eine Intervention immer wahrscheinlicher
Hotspot Brüssel
Der EU-Gipfel vertagt sich beim Thema Flüchtlingspolitik, bevor er überhaupt begonnen hat. Entlastet das Kanzlerin Merkel? In gewisser Weise schon
Blindgänger des Kalten Krieges
Die Russische Föderation will nicht als Partner schlechthin, sondern als Großmacht anerkannt sein – und das nicht nur innerhalb des postsowjetischen Raumes
Weltmesse der Diplomatie
Die internationale Lage sorgt für eine Schockwelle nach der anderen. So wird das 52. Münchner Treffen in diesem Jahr zum informellen Gipfel der Konflikteindämmung
Feuerpause für Aleppo?
Die Verhandlungen der Syrien-Kontaktgruppe bringen noch keinen Durchbruch. Damit der Anti-Terrorkampf weitergehen kann, wird es höchstens eine selektive Waffenruhe geben
Afrikazelle des Dschihad
Der Anschlag auf ein Hotel in Burkina Faso zeigt, dass dschihadistische Verbände ihren „Heiligen Krieg“ inzwischen auf ganz Westafrika ausdehnen wollen
Was ins Raster passt
Die EU ist weiter außerstande, bei der Flüchtlingskrise gegenseitiger Hilfe Geltung zu verschaffen – ein Überlick und Vorschläge für eine harmonisierte EU-Asylpolitik
Diener zu vieler Herren
Die Verhandlungen in Genf können keine Fortsetzung des Bürgerkrieges mit diplomatischen Mitteln sein, sonst sind vertrauensbildende Maßnahmen ausgeschlossen
Der darf das
Ohne die Hilfe von Präsident Erdoğan kann Angela Merkel einpacken. Die deutsche Außenpolitik ist ein Muster für Opportunismus
Schneisen für Hilfe
Das Schicksal der Stadt Madaja sollte der internationalen Syrien-Diplomatie verdeutlichen, dass sie sich nicht länger an der Assad-Frage abarbeiten sollte
Das ging schnell
Die türkische Führung hat den Attentäter von Istanbul mit beeindruckendem Tempo benannt. Die deutsche Regierung ist gewillt, der präsentierten Version zu glauben
Kalte Schulter
Der deutsche Botschafter wird ins Warschauer Außenministerium geladen. Die verbalen Kraftakte gegen die PiS-Regierung nehmen aus Sicht von Minister Waszczykowski überhand
Später vielleicht
Im Krieg gegen den IS gibt es zu viele Ungereimtheiten. Dessen ökonomische Ressourcen bleiben weitgehend unangetastet
Mit uns wird alles besser
Sieben Forderungen aus der „Freitag“-Redaktion für eine lebenswertere Welt
Kartenhaus Syrien-Diplomatie
Riad und Teheran haben sich derart ineinander verhakt, dass es höchst fraglich erscheint, ob man sich demnächst wieder bei Wiener Verhandlungen begegnen will
Tendenz „Pasokifikation“
Die Sozialdemokratie in Süd- und Westeuropa muss sich wachsender Konkurrenz von links erwehren, wie der Absturz der spanischen Sozialisten bei den jüngsten Wahlen zeigt
1965: Auf der Fähre
Heiner Müller findet in seinem Stück „Der Bau“ ein Sinnbild für den utopischen Horizont im DDR-Sozialismus. Doch gerät er damit bei der SED heftig unter die Räder