Ausgabe 10/2022 vom 09.03.2022 : Auf der Flucht

Privat statt Staat: Wie freiwillige Helfer die Menschen aus der Ukraine in Sicherheit bringen

Print

Überzeugen Sie sich selbst und lesen Sie 3 Wochen lang den gedruckten Freitag

Jetzt kostenlos testen

Digital

Oder lesen Sie den Freitag digital - die ganze Ausgabe auf PC/Mac, Smartphone oder Tablet

Jetzt kostenlos testen

Wochenthema

Burgfrieden-Bazooka: 100-Milliarden-Coup bestätigt Trend zur autoritären Demokratie

Aufrüstung Eine ganz große Koalition von SPD bis Union will die Bundeswehr mit 100 Milliarden Euro weiter aufrüsten. Die Wähler sind bei dieser Burgfriedenspolitik die Dummen

Wolfgang Michal Seite 6

Energiesparen und Tempolimit jetzt – für Freiheit und Frieden

Energie Wegen des Krieges zurück zu Kohle und Atom? Warum solche Forderungen von Friedrich Merz & Co. Unsinn sind – und was stattdessen hilft

Anika Limbach Seite 7

Politik

Ohnmächtige Staaten: Hilfe läuft über privaten Sektor

Ukraine-Flüchtlinge Hooligans, die Jagd auf Ausländer machen. Freiwillige, die Flüchtenden zu helfen versuchen. An der ukrainisch-polnischen Grenze zeigt sich: Auf den Staat ist bei der Bewältigung dieses Krieges kaum zu setzen

Nik Afanasjew Seite 3

Es ist unmöglich, keine Angst vor Atombomben zu haben

Krieg Die Menschheit ist zum Frieden verdammt, seit Kriege den Einsatz von nuklearen Massenvernichtungswaffen als Möglichkeit enthalten

Kathrin Gerlof Seite 4

Jan van Aken: „Panzerfäuste helfen nicht – wir müssen an die Yachten ran“

Sanktionen Die Linke ist gegen deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine. Ihr Außenpolitik-Experte Jan van Aken sagt im Interview, dass die Bundesregierung harte wirtschaftliche Eingriffe wagen müsse – und ein paar unkonventionelle Methoden

Elsa Koester Seite 5

Prorussische Medien in der Ukraine loben plötzlich Wolodymyr Selenskyj

Medienfront Die neue Tonlage auf prorussischen Nachrichtenportalen in der Ukraine ist bemerkenswert. Streckenweise wird sogar der Newsfeed von CNN übernommen

Martin Leidenfrost Seite 8

Unpolitische russische Künstler werden nicht mehr geduldet

Boykotts und Entlassungen Russische Künstler, die sich nicht deutlich von Putin distanzieren, sind im Westen nicht mehr gern gesehen. In Russland müssen sich Künstler zu Putin bekennen, wenn sie ihre Posten behalten wollen

Roland Bathon Seite 8

Sanktionen: Damit hat der Kreml offenbar nicht gerechnet

Ukraine-Krieg Ökonomische Strafaktionen machen Russland mehr zu schaffen als ein verzögerter
 Vormarsch seiner Armee

Nikita Gerasimov Seite 9

Wir sind NATO

Militärische Allianz US-Präsident Joe Biden nutzt die Gunst der Stunde für sein Ziel einer fortgesetzten Militarisierung der europäischen Alliierten. Olaf Scholz hat das verstanden. Die USA sehen aber nicht in Russland die größte Gefahr

Konrad Ege Seite 9

Algerienkrieg: „Operation Rock ’n’ Roll“

Kolonialismus Am Kampf um Algerien drohte vor 60 Jahren Frankreich zu zerbrechen. Die Armee wollte nach Indochina nicht zum zweiten Mal verlieren

Sabine Kebir Seite 10

„Sexuelle Revolution“ in der Archäologie: Lover, Brüder, Kampfgenossen?

Wissenschaft Neue wissenschaftliche Methoden in der Archaölogie hinterfragen Annahmen über Geschlecht und Liebe

Ida Emilie Steinmark Seite 11

Bertolt Brecht gefiel dieser „Urfaust“. Walter Ulbricht dagegen nicht

Zeitgeschichte 1952 führt eine Truppe aus Brechts Berliner Ensemble in Potsdam „Goethes Faust in ursprünglicher Gestalt“ auf. In Berlin wird die Inszenierung später als Ketzerei geächtet

Karsten Laske Seite 12

Keine Zeit für Wetten

Diplomatie Wladimir Putin ist ein Kriegsverbrecher. Um den Ukrainern zu helfen, müssen wir sehr klar sein – und gleichzeitig deeskalieren

Yanis Varoufakis Seite 1

Angst, Gewalt und Wut: Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer

Ukraine-Krieg Die Wut muss sich gegen die richten, die den Krieg befeuern – nicht gegen jene, die unter ihm leiden. Was jetzt zu tun ist

Ines Schwerdtner Seite 1

Ausgabe 10/2022 im Format Ihrer Wahl

Jede Ausgabe als E-Paper, PDF oder auf Ihrem E-Reader lesen.

Debatte

Völkerrecht: Für eine Welt der Regionen

Weltordnung Denken wir mal nach vorne: Ist die „territoriale Integrität eines Staates“ wirklich alternativlos? Wie könnte eine neue, friedliche Weltordnung aussehen?

Jörg Phil Friedrich Seite 13

Wohin treibt die deutsche Friedensbewegung?

Pazifismus Unser Autor erinnert sich an die Proteste gegen die Jugoslawienkriege. Die neue Friedensbewegung hat ein anderes Gesicht

Gerhard Hanloser Seite 14

Putins politische Theologie

Russland Wie die Muttergottes für geopolitische Zwecke missbraucht wurde – und warum sie heute noch rasende Wut erzeugen kann

Tatjana Petzer, Martin Treml Seite 15

Kultur

Krieg und soziale Medien: Endlosspirale von schlechten Nachrichten

Onlinegefecht In der Corona-Pandemie wich die Solidarität in den sozialen Medien schnell toxischen Scharmützeln. Droht uns das jetzt wieder?

Angela Richter Seite 17

Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt

Rechtspopulismus Die AfD arbeitet systematisch gegen die Kunstfreiheit – doch den Angriffen setzen immer mehr Kulturschaffende eigene Ideen entgegen

Eva Kienholz Seite 18

Che Guevaras Rächerin

Biografie Monika Ertl war die Tochter des Filmemachers und Ex-Nazis Hans Ertl, in Bolivien setzte sie den Freiheitskampf Che Guevaras fort. Karin Harrassers Biografie liest sich wie eine Tiefenbohrung in die Verstrickungen des 20. Jahrhundert

Lutz Taufer Seite 21

Almodóvar und Spaniens Schatten

Kino Pedro Almodóvar widmet sich in seinem neuen Film „Parallele Mütter“ dem Thema der Aufarbeitung des Franco-Regimes so deutlich wie nie zuvor

Thomas Abeltshauser Seite 23

Putins Kulturnetzwerk: Es reicht nicht, mit dem Finger auf Russland zu zeigen

Kommentar In Deutschland hat der Ukraine-Krieg einen Kulturkampf ausgelöst. Stimmt es, dass Künstler:innen aus Russland hierzulande einer „Gewissensprüfung“ unterzogen werden?

Axel Brüggemann Seite 17

Lyapis Trubetskoy, der Euromaidan und wann Musik hilft

Ukraine Musik ändert am Krieg nie etwas, findet unser Kolumnist. Aber kann sie beim Verstehen helfen?

Konstantin Nowotny Seite 18

Literatur

Christine Becker: „Meinen spitzen Bleistift hasste er“

Interview Seit dem Tod des Schriftstellers Jurek Becker im Jahr 1997 betreut seine Frau Christine dessen Nachlass. Wir erreichen sie via Skype in New York

Philipp Haibach Seite 28

Das ist bloß der Anfang. Weiterlesen, weiterdenken: das digitale Abo.

Jetzt kostenlos testen