TikTok hat ein neues Stereotyp: Wer hat Angst vorm Talahon?
Nichts liebt TikTok mehr als Stereotype, deswegen erfindet es mitunter selber welche. Seit zwei Monaten kursiert der Talahon, ein Zerrbild migrantischer junger Männer. Ist das rassistisch – und überhaupt neu?
Berlin-Friedrichstraße: Wie aus der Galeries Lafayette eine Bibliothek werden könnte
Das berühmte Kaufhaus Galeries Lafayette in Berlin-Mitte hat dichtgemacht. Was wird aus Jean Nouvels Prachtbau? Der CDU-Kultursenator hat eine interessante Idee – aus dem Konsumtempel könnte eine öffentliche Bibliothek werden
Bloß keine Fair-Play-Gesten: Eine Judoka kämpft um die erste Goldmedaille für den Iran
Inspiriert von einem wahren Fall schildert der Film „Tatami“ den Konflikt einer iranischen Judoka bei einem internationalen Wettbewerb. Politisch brisant: Es ist die erste israelisch-iranische Kooperation der Filmgeschichte
Die Tops und Flops der Emmy-Nominierungen
Es ist einfach zu viel Content und zu wenig Qualität. Die Emmy-Nominierungen dienen als Orientierung
„Die Ermittlung“: Ein Stolperstein in der Filmlandschaft
Regisseur RP Kahl verfilmt das monumentale Theaterstück „Die Ermittlung“ von Peter Weiss – und verweigert sich dem oft eindimensionalen Geschichtsverständnis seiner Branche. Doch die Adaption hat Schwachstellen
Buch-O-Mat: Egal, welcher Urlaubstyp Sie sind, hier finden Sie das passende Buch
Ob Strand, Stadt oder Garten, ob Balkonien oder Patagonien: Wenn Sie diese acht Fragen beantworten, berechnet unser Buch-O-Mat mit messerscharfer Präzision das passende Urlaubsbuch für Sie
Slavoj Žižek: Linke machen Trump zum Fetisch – doch eigentlich geht es um Klassenkampf
Wer hat das Bild von Trumps blutigem Ohr nicht gesehen? Der Philosoph Slavoj Žižek erkennt in diesem Phänomen eine linke Fetischisierung von Trump, die den sozialen Antagonismus verdrängt. Die Leidenschaft sei nun rechts am Werk
J. D. Vance: Sein Blick auf die Arbeiterklasse ist feinfühliger als Didier Eribons
Vom Tellerwäscher zum Millionär – das ist immer noch der Traum von Amerikas weißer Arbeiterklasse. Deshalb ist J. D. Vance so glaubwürdig – und vielleicht sogar glaubwürdiger als Didier Eribon oder Edouard Louis
Ursula Werner in Komödie „Zwei zu eins“: Der Osten, mal heiter
Ursula Werner spielt seit 60 Jahren im Theater und Kino, ihre ostdeutsche Herkunft prägt auch ihre Rollen. So wie im neuen Film „Zwei zu eins“, der vom Aufbruch in den Neunzigern handelt
Wie die Neue Rechte auf das Verbot von „Compact“ reagiert: Ein ganzes Netzwerk zittert
Sellner, Höcke, Kubitschek: Die empörten Reaktionen zahlreicher Vertreter der Neuen Rechten angesichts des Verbots von „Compact“ zeigen, wie gut vernetzt dessen Chef Jürgen Elsässer ist. Sein Magazin war eines ihrer wichtigsten Organe
True-Crime-Podcast: Wie die Polizei den Teenager Mouhamed Dramé erschoss
Notwehr oder Mord? Mouhamed Dramé ist gerade mal 16, als er in Dortmund von einem Polizisten getötet wird. Kritiker:innen sprechen von einem unverhältnismäßigen Einsatz – die Polizei schweigt. Ein Podcast begibt sich auf Spurensuche
Dystopische Welt in Hiroko Oyamadas „Das Loch“: Die Geschichte eines gnadenlosen Sommers
Hiroko Oyamadas Öko-Horror-Roman „Das Loch“ ist einzigartig – und kommt fast komplett ohne das Wort „Klimawandel“ aus. Unbedingt lesen!
Von Wasserkanonen und Poolspritzen: Zehn Fakten über die Wasserpistole
Anwohner haben in Barcelona Touris mit Spritzattacken gestört, bei Hunden werden sie zur Erziehung genutzt und die 68er machten damit nicht nur Spaß-Revolution. Außerdem: Welche Alternativen sich im heißen Italien finden
Anne Webers „Bannmeilen“: Orte, an die sich kein Tourist je verirrt
In „Bannmeilen“ hat Anne Weber ihre Streifzüge durch die Pariser Banlieue mit dem algerischstämmigen Filmer Thierry festgehalten – ein großartiger Roman und obendrein kluge Lektüre im Vorfeld der Olympischen Spiele
Natalie Portman in „Lady in the Lake“: Nie wieder Hausfrau!
Die Serie „Lady in the Lake“ erzählt als stylischer Krimi mit jeder Menge Soul und Jazz vom Vorabend der sozialen und politischen Umbrüche in den 1960er Jahren. In der Hauptrolle brilliert Schauspielerin Natalie Portman
„Misere“ von Helena Adler: Der Faschismus des kleinen Mannes
Die österreichische Autorin Helena Adler hinterlässt nach ihrem frühen Tod drei furios böse Erzählungen. Björn Hayer über eine Schriftstellerin, die im Gedächtnis bleiben wird
„Projekt Ballhausplatz“ im Kino: Im Geilomobil auf der Umgehungsstraße
Kurt Langbeins Dokumentarfilm „Projekt Ballhausplatz – Aufstieg und Fall des Sebastian Kurz“ erklärt die Kommunikationsstrategie, mit der ein 27-Jähriger in Österreich erst Außenminister und später Kanzler werden konnte
House of Parliament: Die „old Etonians“ sind raus
Kaum eine Gesellschaft ist so vom Thema Klasse besessen wie die britische. Doch das ändert sich jetzt: Mit Premierminister Keir Starmer und Bildungsministerin Bridget Phillipson regieren Leute, die in Sozialbauwohnungen groß geworden sind
„Verbrannte Erde“ von Thomas Arslan: Der Dieb unseres Vertrauens
Thomas Arslan drehte mit „Verbrannte Erde“ eine Fortsetzung seines Gangsterfilms von 2010: „Im Schatten“. Mišel Matičević kehrt als Trojan für einen vielleicht letzten Job nach Berlin zurück
Fusion Festival 2024: Mit Pfefferspray und Flyern gegen Rote Dreiecke und Antisemitismus
Unsere Autorin war das erste Mal seit zehn Jahren auf dem Fusion Festival. Mit den Fusionistas Against Antisemitism betrieb sie Aufklärung gegen Rote Dreiecke und Hamas-Verherrlichung. Aber: So verhärtet waren die Fronten gar nicht
Ruth Hoffmann über den Mythos „Stauffenberg-Attentat“: In einem Atemzug mit Ulbricht
In ihrem Buch „Das deutsche Alibi“ beschreibt die Journalistin Ruth Hoffmann, wie das Stauffenberg-Attentat vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler im Nachhinein politisch verklärt wurde.
RBB entlässt El Hotzo: Warum schweigt Elon Musk zu Dieter Nuhr?
Musste der RBB den Comedian Sebastian Hotz nach seinem Tweet zum Attentat auf Donald Trump wirklich vor die Tür setzen? Wenn Dieter Nuhr mit Türkenwitzen weiter das Publikum bespaßen darf?
„Schwindelfrei“-Festival: Ist das Zukunft oder kann das weg?
Geisterbauten, Cheerleading, Klimawandel – das „Schwindelfrei“- Festival in Mannheim sucht ein neues Miteinander
Tiefer Fall einer feministischen Heldin: Alice Munro schwieg zu Missbrauch ihrer Tochter
Zwei Monate nach dem Tod der kanadischen Literaturikone Alice Munro wird öffentlich: Ihr Ehemann missbrauchte Tochter Andrea Robin Skinner als Neunjährige. Die Mutter schwieg dazu zeitlebens. Vom Mythos der selbstermächtigten Frau