Skandal-Roman „Die Haut“: Die Tage der ‚Pest‘ von Neapel
„Die Haut“ von Curzio Malaparte, eines der skandalösesten Werke der Weltliteratur, ist in neuer Übersetzung erschienen
„Nachbeben“ von Hendrik Streeck zur Corona-Pandemie: Wir müssen daraus lernen
Der Virologe Hendrik Streeck fordert in seinem neuen Buch eine gründliche Aufarbeitung der „größten Krise der Nachkriegszeit“
Ukraine-Buch mit Leerstellen: Tausend Jahre Selbstverständnis
Trotz ihrer Größe und historischen Bedeutung blieb die Ukraine für viele Europäer lange Zeit ein unbekanntes Land. Der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk reflektiert über die Nationen-Biografie seines Kollegen Yaroslav Hrytsak
Bildband zeigt Niedergang der USA: Ein ostdeutscher Blick
Die Sicht des Ost-Berliner Fotografen Michael Dressel auf die US-Gesellschaft lässt kaum Raum für Optimismus. Man muss nicht historisch bewandert sein, um die Fotografien als Menetekel zu verstehen
Roman „Von dem, der bleibt“: Bericht eines Überlebenden
Der gewaltsame Tod ist in diesen Zeiten allpräsent, während Suizide im Verborgenen stattfinden. Matteo B. Bianchi schreibt in seinem berührenden Roman „Von dem, der bleibt“ über das Zurückfinden ins Leben
„Der Morgen gehört Dir" von Davide Coppo: Nicht vom rechten Weg abkommen
Der italienische Schriftsteller Davide Coppo erzählt in seinem neuen Roman über Weg eines jungen Italieners in den Faschismus
Israelische Armee: Kein Entkommen möglich
Der israelische Regisseur Dani Rosenberg erzählt in „Der verschwundene Soldat“ von der Odyssee eines 18-Jährigen, der dem Kriegsdienst im Gazastreifen entflieht
Roman „Beteigeuze“: In aller Gelassenheit neben der Spur
Im neuen Buch „Beteigeuze“ von Barbara Zeman geht es um die besondere Beziehung zwischen einem Stern und der Antiheldin Theresa, die in ihrer Suche nach Identität gegen gesellschaftliche Normen ankämpft
Lyrik: Über Sträuße, Spinnen und Zitronen
Unsere Lyrikspezialistin Beate Tröger empfiehlt neue und zeitgenössische Lyrik, die den Blick öffnet und die richtigen Fragen stellt – mal tragikomisch, mal existenzialistisch
Mithu Sanyals „Antichristie“: Reinkarnation mit Bart
Erfolgsautorin Mithu Sanyal taucht in ihrem zweiten Roman „Antichristie“ in die Abgründe der Dekolonialisierung ein, als die Heldin Durga im Körper eines Mannes aufwacht
Philipp Schönthalers „Seiten des Himmels“: Gemeinsamkeiten von Naturwissenschaft und Kunst
Philipp Schönthaler konfrontiert in „Seiten des Himmels“ mit einer neuen Sicht auf vertraute Wirklichkeit und untersucht die faszinierende Verbindung zwischen künstlerischer Fantasie und naturwissenschaftlichem Denken
„Gewalt im Haus“ von Barbara Peveling: Sie hat doch alles, was sie braucht?
Katharina Körting hat Barbara Pevelings sehr persönliches Buch „Gewalt im Haus. Intime Formen der Dominanz“ gelesen. Nach der Lektüre fühlt sie sich ertappt – und verstanden
Jüdisch, aber wie?
Die große Identitätskrise – Olga Grjasnowa erzählt von einer Frau, die sich zwischen den Rollen der Geliebten, der Mutter und der Jüdin einen Platz suchen muss
Frauen und ihre Horrorkörper
Ob Natalie Erika James’ „Apartment 7A“ oder „The Substance“ von Coralie Fargeat: Nicht mehr männliche Filmemacher, sondern Regisseurinnen verarbeiten die weibliche Perspektive auf „Rape and Revenge“ in ihren Filmen
Roman von Elke Schmitter: Der Mensch und die Sehnsucht
Elke Schmitters Roman „Alles, was ich über Liebe weiß, steht in diesem Buch“ reiht sich ein in die große Tradition der Weltliteratur. Er spielt in der Gegenwart, es kommen auch Veganismus und Psychoanalyse drin vor
„Damenschach“ von Finn Job: Eskalation in einer Villa im Wienerwald
Finn Job beweist in „Damenschach“ ein feines Sensorium für die Selbstgerechtigkeit der heutigen Debattenkultur
Roman „Innerstädtischer Tod“: Elternbesuch im Problemkiez
Berlin und Krefeld, Kunst und Fabrik, Krieg und Populismus: „Innerstädtischer Tod“ ist der große letzte Teil von Christoph Peters’ Trilogie des gegenwärtigen Scheiterns
94-jährige Actionheldin: Oma fährt Elektroroller
June Squibb gibt in „Thelma“ mit 94 Jahren ihr Debüt als Actionheldin – in einem Film, der ihr dazu genügend Zeit lässt
„Theodoros“ von Mircea Cărtărescu: Die grausame Schönheit der Welt
Mircea Cărtărescu erzählt in „Theodoros“ vom unglaublichen Aufstieg eines Niemands zum Kaiser von Äthiopien
Sci-Fi-Liebesepos „The Beast“: Die ewige Bestie Angst
Der französische Regisseur Bertrand Bonello blickt mit seinem melancholischen Sci-Fi-Liebesepos „The Beast“ einer möglichen Zukunft der KI-gesteuerten Abkehr von menschlichen Regungen entgegen
„Frei“ von Lea Ypi am Theater Bremen: Über die Nuancen gebügelt
Lea Ypis Buch „Frei“ erzählt vom Ende des Sozialismus in Albanien aus kindlicher Perspektive. Am Theater Bremen inszeniert Armin Petras nun den Text – und treibt ihm leider die Nuancen aus
Kolonialismus-Ausstellung in Hamburg: Pippi Langstrumpfs Papa gab es wirklich
Kinder lieben die Geschichten über Pippi Langstrumpf und ihren Vater Efraim. Eine Ausstellung in Hamburg zeigt, dass es tatsächlich einen Schweden gab, der im Pazifik strandete
Männer können nicht weinen? Dieses Buch will helfen
Nicht alle Männer können frank und frei ihre Gefühle zeigen. Warum das vor allem in Trauerprozessen wichtig ist, zeigt der Psychoanalytiker Erich Lehner in seinem neuen Buch
Literaturkritik: Wir sind identitätspolitisch fixiert
Patricia Hempel und Paula Irmschler wird gern das Label „Ost“ angeheftet. Dafür reicht schon, dass ein Roman teilweise in Leipzig spielt oder die DDR darin vorkommt. Dabei bieten ihre Romane so viel mehr als die Ost-Schublade