„Die Optimistinnen“ am Gorki Theater: Solidarität unter Gastarbeiterinnen
In Neuss legen Gastarbeiterinnen 1973 eine Autofabrik lahm. Es ist der Beginn des „Streikjahrs 1973“. Die Autorin Gün Tank erzählt davon in ihrem Buch „Die Optimistinnen". Emel Aydoğdu hat es nun am Maxim Gorki Theater in Berlin inszeniert
Mohammed bin Salmans „The Line“: Auf dem größten Bauplatz der Welt
Ein Ingenieur aus Europa, Arbeiter aus Ägypten, Pakistan, Bangladesch, armen arabischen Staaten und Afrika sollen Saudi-Arabiens klimaneutrale 170-Kilometer-Wüstenmetropole „Neom – The Line“ bauen. Glauben sie an die Vision des Kronprinzen?
ESC 2024: Warum Palästina am Eurovision Song Contest teilnehmen sollte
In Finnland gibt es Rufe nach einem Ausschluss Israels von dem Musikwettbewerb. Schlechte Idee, findet unser Autor. Wenn das diesjährige Motto „United by Music“ kein Marketingsprech bleiben soll, müsste eher ein neuer Teilnehmer dazukommen
BSW-O-Mat: Wieviel Sahra Wagenknecht steckt in Ihnen?
Per Online-Befragung die eigene Übereinstimmung mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht checken: dafür hat der Politikwissenschaftler Jan Philipp Thomeczek von der Uni Potsdam den „BSW-O-Mat“ entwickelt. „Das Interesse ist sehr groß“, sagt er
Vorsitzender der Sea Eye: „Die Gründe für Flucht nehmen zu, sie werden nicht weniger“
Gorden Isler ist seit 2019 Vorsitzender von Sea-Eye e.V. Im Interview erklärt er, warum 2023 eines der tödlichsten Jahre im Mittelmeer überhaupt war. Und wieso er findet, dass sich die Bundesregierung dem Kurs von Giorgia Meloni annähert
Kälte-Pop: Kühle Einblicke in die Neue Deutsche Welle
Alles so schön kalt hier. Wieso die Neue Deutsche Welle mehr mit Eiszeit, Winter und bitterer Kälte zu tun hat, als gemeinhin gedacht
Präsidentschaftswahl in Russland: Antreten darf, wer Sergei Kirijenkos Wohlwollen genießt
Nikolai Charitonow, Leonid Sluzki, Boris Nadeschdin: Wer sind Wladimir Putins mögliche Gegenkandidaten, die der Präsidententschaftswahl in Russland den Anschein politischer Vielfalt geben sollen?
Mehr Geld, statt weniger Schienen: Züge in die Zukunft
Stillgelegte Gleise, ausgebaute Weichen, verkaufte Gebäude: Erst die Überwindung der Privatisierungs- und Globalisierungseuphorie der Bahnreform von 1994 lässt heute auf einen guten Schienenverkehr im ganzen Land hoffen
Milan Kundera: Der ewige Russe
Milan Kunderas Essay „Der entführte Westen“ aus dem Jahr 1983 wurde gerade neu aufgelegt – und dabei als hellsichtig und aktuell gepriesen. Gleichwohl irrte Kundera schon damals fundamental
Correctiv-Recherche „Geheimplan gegen Deutschland“ am Theater: Unglaublich, aber wahr
Am Berliner Ensemble stellt das Recherchenetzwerk Correctiv in einer szenischen Lesung weitere Details seiner Recherchen zum rechtsextremen „Masterplan“ für Deutschland vor
Paradigmenwechsel: Die Rückkehr der Kriegsrhetorik
Kriegsfähig sein, Wiedereinführung der Wehrpflicht, Verdreifachung der Reservisten, deutsche Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine – die Reihe der Forderungen reißt nicht ab und wirkt ziemlich beängstigend
Deutschland in diesen Tagen: Protestieren bis zum Herzinfarkt
Nach den Bauern die Spediteure, nach den Lokführern die Uni-Ärzte, und jetzt auch noch Annie Ernaux. Der öffentliche Raum droht zu kollabieren
AfD-Verbot: Verbote stoppen Nazis nicht
Im Kampf gegen Rechts wird der Ruf nach einem AfD-Verbot immer lauter. Doch rassistisches und faschistisches Gedankengut lässt sich nicht per Gesetz verbieten. Wer ein weiteres Erstarken der Nazis verhindern will, muss andere Wege gehen
Sleater-Kinney: Gut anziehen für ein Leben, das man hasst
Verwirrung und Schmerz sind die Merkmale von Sleater-Kinneys elftem Album „Little Rope“. Traurig ist die Platte der Post-Punk-Legende aber nicht
Von Kafka bis Kaléko: Da kann man nicht viel falsch machen
Katharina Schmitz ist verärgert über die Sammlung „Worte in finsteren Zeiten“: Ein kunterbunt zusammengewürfeltes Sammelsurium von Texten unterschiedlichster Autor:innen – ohne roten Faden. In seiner Banalität erschreckend
Familienrechtsreform: Besser für lesbische Mütter, schlechter für heterosexuelle Paare
Das Bundesjustizministerium will das Abstammungsrecht neu regeln. Auf dieser Basis soll noch in diesem Halbjahr ein Gesetzentwurf ausgearbeitet werden. Doch wem nützt die Reform und wem nicht? Ein Kommentar
Ukraine: Scholz sollte bei seinem Nein zu den Taurus-Marschflugkörpern bleiben
Marschflugkörper an die Ukraine? Der Druck auf den Bundeskanzler wird auch nach der gestrigen Abstimmung bleiben. Es gibt gute Gründe, ihm standzuhalten
Ökobäuerin fordert Systemwechsel in Agrarpolitik: „Diesel-Kürzung nicht sinnvoll“
Claudia Schievelbein von der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft erklärt, wie Agrarsubventionen umverteilt werden müssten. Und warum der deutsche Bauernverband dabei nicht helfen wird.
Taiwan: Lai Ching-te hat als Präsident im Parlament keine Mehrheit
Das Superwahljahr 2024 hat seinen Auftakt in Taiwan genommen. Freitag-Autor Michael Krätke hält den Ausgang der Taiwan-Wahl allerdings für nicht so eindeutig, wie mancherorts behauptet
Cinema Jenin: Marcus Vetters unheilbare Hoffnung
Es sollte ein Ort für Palästinenser und Israelis sein. Der Regisseur Marcus Vetter über das Scheitern seines Projekts: Ein Kino in Jenin als Geste der Versöhnung
Familienpolitik: Wie Mütter arm gemacht werden
„Karriereknick“ und „Teilzeitfalle“: Väter sollen sich kümmern und nicht nur zahlen? So weit, so progressiv. Doch die Ungleichheit sitzt tiefer: Zahlen Väter keinen Unterhalt mehr, verschärft sich die finanzielle Unsicherheit der Mütter
Das Geheimnis des sozialen Wohnungsbaus: Wie Wien die lebenswerteste Stadt der Welt wurde
Mieter in der österreichischen Hauptstadt zahlen nur knapp halb so viel für ihre Buden wie Leute in Berlin. Das Konzept des städtischen Gemeindebaus hat sich durchgesetzt im ehemals „Roten Wien“. Ein Ortsbesuch in der Stadt der Glückseligen
Robbie Ryan über die außergewöhnlichen Bilder in „Poor Things“: „Wunderschön!“
Der irische Kameramann Robbie Ryan hat bereits bei „The Favourite“ mit Yorgos Lanthimos zusammengearbeitet. Er ist auch jetzt wieder für die brillant-schrägen Bilder des Oscar-Favoriten „Poor Things“ verantwortlich. Ein Gespräch
Hertha-Präsident Kay Bernstein: Der Funktionär aus der Ostkurve
Kay Bernstein war weder gelangweilter Milliardär noch ehemaliger Spitzensportler. Seine Karriere als Hertha-Präsident ist eine Ausnahme im gnadenlos kommerzialisierten Fußballgeschäft. Über einen Mann, der zeigte, dass es anders geht