Gewaltausbruch in der Westbank: Für Palästinenser Normalität
Es ist kein Zufall, dass die israelischen Streitkräfte der eskalierenden Siedlergewalt nichts entgegensetzen. Für Palästinenser ist sie Alltag. Und jetzt sitzen die Siedler in der Regierung
Rainald Goetz ist zurück: Keine Fäuste und ein Hallelujah
Rainald Goetz, einer der großen Chronisten der Gegenwart, fehlte zuletzt einigen Menschen im öffentlichen Diskurs. Jetzt ist er zurück: Bei einem Vortrag vor randvollem Haus verkündete er eine überraschende Wende
Opernregisseur Dmitri Tcherniakov: Die große Desillusion
Demontierung des russischen Selbstbilds: Dmitri Tcherniakov inszeniert an der Bayerischen Staatsoper in München „Krieg und Frieden“. Um seinen Anspruch als Opernregisseur zu verstehen, sollte man 2001 in Russland anfangen
Mariupol: Die Zerstörung einer Stadt
Nachdem die russische Armee die Hafenstadt am Asowschen Meer über Monate bombardiert und dem Erdboden gleichgemacht hat, drückt sie Mariupol nun ihren Stempel auf. Die ukrainische Vergangenheit wird ausradiert
Cate Blanchett über Lydia Tár: „Sie nahm in meinen Träumen ein Eigenleben an“
Die Stardirigentin Lydia Tár ist die kontroverseste Rolle, die Cate Blanchett bisher gespielt hat. Wie geht die Oscar-Favoritin mit den teils heftigen Vorwürfen gegen den Film um?
Atomwaffen: Was die Aussetzung des New-START-Vertrags bedeutet
Wladimir Putin hat wegen der Absicht, US-Raketen an die Ukraine zu liefern, den letzten Vertrag zur Rüstungskontrolle ausgesetzt. Damit droht ein letzter Pfeiler strategischer Stabilität nun ebenfalls wegzubrechen
„Ventilator und Badethermometer fehlen“: Was das Kunstmuseum Bochum so im Keller fand
Inventur: Viele Museen wissen gar nicht, was in ihren Sammlungen so lagert. Das Kunstmuseum Bochum geht dieses Problem offensiv an – und holt für die Ausstellung „Ist im Keller noch Museum?“ einfach alles nach oben
Aus der Zeit gefallen: Joe Bidens Kreuzzug für die Demokratie ist zum Scheitern verurteilt
In Kiew und Warschau feierten sie Joe Biden. Doch der US-Präsident, den Olaf Scholz nun besucht, ist von der alten Mentalität des Kalten Krieges geprägt, die nicht mehr zu einer multipolaren Welt im Wandel passt
„Lettre“-Klage gegen „Sinn und Form“ zeigt Problem der deutschen Kulturförderung
Die jüngste Ausgabe der traditionsreichen Akademiezeitschrift „Sinn und Form“ darf vorerst nicht mehr erscheinen. Ist aufgrund staatlicher Förderung mal wieder die Vielfalt der Literatur bedroht?
Keine Selfies aus Kiew: Viktor Orbán bleibt der EU einen Trip nach Kiew schuldig
Früher die „lustigste Baracke“ im Ostblock, ist das Land unter Viktor Orbán heute gleichermaßen auf Abstand zu Moskau, wie zu Brüssel bedacht. Auch von massiver Kritik lässt sich hier niemand beirren
Künstlerin Nadine Lohof: Bilder malen, ist wie kochen
Malen sei im Prinzip wie Ragout kochen, sagt die Malerin Nadine Lohof. Wie das funktioniert, hat unsere Freitag-Autorin bei einem Besuch in ihrem Atelier in Berlin-Prenzlauer Berg erfahren
Erdbebenopfer: Warten auf die Visa
Nach den verheerenden Erdbeben in der Türkei und Nordsyrien sollten Opfer zügig zu ihren Verwandten nach Deutschland kommen können. Die Bundesregierung versprach ein vereinfachtes Verfahren. Was wird aus dem Versprechen?
Deutsche Einheit: Halle ist fast überall
„Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation“: Wo gebaut werden soll, ist mittlerweile geklärt. Viel wichtiger aber ist doch die Frage: Was soll es eigentlich leisten? Ein Vorschlag von Ilko-Sascha Kowalczuk
„Tár“ von Todd Fields: Vom Fall einer „Powerfrau“
Ungewöhnliche Perspektive: „Tár“ von Todd Field ist der diesjährige Oscar-Kandidat. Mit einer grandiosen Cate Blanchett in der Rolle der Dirigentin Lydia Tár erzählt der Film vom fragilen Kartenhaus der Macht
Friedensplan: China will eine multipolare Welt jenseits der Hegemonien
Der Friedensplan der Regierung in Peking enthält neben prinzipiellen Positionen auch diplomatisches Spielmaterial, das in die Verhandlungen um einen Frieden einfließen sollte. Deutlich wird auch: China denkt bereits an die Welt von morgen
Feministische Außenpolitik: Deutschland steht noch ganz am Anfang
Deutschland hat sich einer feministischen Außenpolitik verschrieben. Doch das, was bisher umgesetzt wurde, ist bestenfalls ein erster, zaghafter Schritt
Manifest für Frieden: Und alle haben Angst
Nach der Manifest-für-Frieden-Kundgebung Sahra Wagenknechts und Alice Schwarzers beschäftigt viele Medien der Querfront-Vorwurf. Unterzeichner Christoph Butterwegge hat auf diesen geantwortet
Naomi Klein: „Gerechtigkeit und Klima müssen zusammen gedacht werden“
Die Globalisierungskritikerin Naomi Klein glaubt: Es reicht nicht, eine CO₂-Steuer einzuführen, um den Planeten zu retten. Warum es mehr braucht, als grüne Politik und wie Gerechtigkeit noch helfen kann, die Erde vor dem Untergang zu retten
Die französische Parfümhauptstadt ringt mit den Folgen des Klimawandels
Im französischen Grasse unweit der Côte d'Azur wachsen Blumen für die teuersten Parfüms der Welt. Doch die anhaltende Dürre und Hitzewellen, verursacht durch die Klimakrise, bedrohen den Anbau. Über eine Stadt in Aufruhr
Hungerkatastrophe in Somalia: Wimmern und Summen
Wieder sterben Hunderttausende. Es redet trotzdem niemand von einer Hungersnot. Denn: Präsident Hassan Sheikh Mohamed hat wenig Interesse daran, für sein Land den Notstand auszurufen. Es könnten schließlich Entwicklungsgelder entfallen
Werbung mit Kindern gehört genauso verboten wie Werbung für Kinder
Cem Özdemir will Minderjährige vor ungesunder Junkfood-Werbung schützen. Aber Kindergesichter in Marketingfilmchen sollen erlaubt bleiben?
Warum hat Wladimir Putin die Ukraine 2022 angegriffen – und nicht früher?
Hardliner in Russland hatten von Wladimir Putin schon lange eine Invasion in der Ukraine verlangt. Dass er sich im Jahr 2022 für diesen verbrecherischen Krieg entschied, hat Gründe – und mit dem Agieren westeuropäischer Staaten zu tun
Douglas Stuarts Roman „Young Mungo“: Liebe in den Trümmern des Sozialstaats
Brutal-schöne Liebesgeschichte: In seinem neuen Roman „Young Mungo“ erzählt Douglas Stuart von einem vernachlässigten Teenager, der im Glasgow der 1990er Jahre seine homosexuelle Emanzipation erlebt
Gedrehte Perspektive: Windräder als Kunstwerke
Windräder zerstören die Schönheit der Landschaft, heißt es oft. In der Industriegeschichte ist diese Angst nicht neu – früher betraf sie etwa die Eisenbahn. Heute kann eine Verbindung von Kunst und Ökologie bei der Versöhnung helfen