Softball im mexikanischen Dschungel: Maya-Team verändert die Rolle der Frauen
Mit den Jahren wurde aus Sport und Leidenschaft eine emanzipatorische Revolution. Das traditionelle Familienleben im Dschungel hat darunter nicht gelitten – zumindest nicht wesentlich
Das Verhältnis zwischen Russland und China ist so gut wie nie zuvor
Die beim Peking-Gipfel mit Präsident Putin abgegebenen gemeinsamen Erklärungen haben es verdient, genau gelesen und nicht vom Tisch gewischt zu werden. Bei allem Einvernehmen bezeugen sie keine Einmütigkeit in jeder Hinsicht
Klima, AMOC, Meeresspiegel: Die letzte Hoffnung ist ein Mega-Damm um die Nordsee
Ein Deich von Frankreich nach England und weiter nach Norwegen soll die Küstenstädte an Nord- und Ostsee retten. Es gibt auch Pläne, die Beringstraße gegen den AMOC-Kollaps einzudeichen. Solch Großprojekte sind sogar vergleichsweise günstig
Vierte Generation Ost: Was haben Postwendekinder noch mit DDR zu tun?
Sie kennen die DDR nur aus Erzählungen und Unterricht – und fühlen sich dennoch ostdeutsch. Bei einer Diskussion geht es um die vierte Generation Ost, Identität und die Frage der Einheit
Wahlkreis-Manipulation vor den Zwischenwahlen: Diesmal gehen die Republikaner zu weit
Momentan liegt die Zustimmung für Präsident Trump unter 40 Prozent. Doch die demokratische Opposition sollte das nicht mit zu viel Optimismus quittieren. Die Republikaner haben Vorsorge getroffen, die Zwischenwahlen nicht zu verlieren
Vor den Landtagswahlen diskutiert Ostdeutschland vor allem eine Frage: Gehen oder bleiben?
Reiner Haseloff will Sachsen-Anhalt im Falle einer absoluten Mehrheit für die AfD verlassen. Tatsächlich ist die Gehen-oder-bleiben-Frage das Ostdeutschland-Paradigma der Gegenwart. Aber was ist mit den Menschen, die seit 2015 kamen?
Israel, Gaza und die UN: Was Francesca Albanese so unverzichtbar und so unerträglich macht
Gerade mussten die USA ihre Sanktionen gegen Francesca Albanese aufheben: Warum die UN-Sonderberichterstatterin für die besetzten palästinensischen Gebiete die polarisierendste Figur des Diskurses um Israel, Gaza und das Westjordanland ist
Apokalypse als Offenbarung: Eine christliche Theologie gegen den Endzeitfaschismus
Zwischen Trumpismus, Klimakrise und apokalyptischer Stimmung entdecken linke Christ:innen die Bibel neu: nicht als Untergangserzählung, sondern als radikale Kritik an Herrschaft, Angst und Verdrängung
In Bosnien trat ein Vizekönig aus Bayern zurück, weil drei mächtige Söhne mit Gas dealen
Dodik, Trump, Izetbegović: Drei mächtige Familien stecken hinter einem krummen Deal um eine Pipeline auf dem Balkan. Doch die hat das Zeug, das geteilte Bosnien-Herzegowina wieder in die Spur zu bringen. Nur die EU steht recht belämmert da
Foltervorwürfe gegen Israel: „New York Times“ verteidigt Kristof-Recherche gegen Netanjahu
Systematische Folter von Palästinensern und sexualisierte Übergriffe als Alltag in Israels Gefängnissen: Eine Recherche der „New York Times“ provoziert Drohungen von Premier Benjamin Netanjahu
Venedig-Biennale-Highlights: Was eine in Urin schwimmende Frau über die Weltlage aussagt
Das Thema des größten Kunstspektakels der Welt – spirituelle Erholung – passt so gar nicht in diese krisengeplagte Welt. Zum Glück sind da die Pavillons: von künstlichen Babys über eine High-Tech-Sperma-Bank bis zum Schoko-Russell Crowe
Reichsbürger und Gruppe Reuß: Wie Marie Schwesinger Gerichtsprozesse auf die Bühne bringt
Von der Dokumentation zum Theater: In „Sturm auf Berlin“ am Berliner Ensemble deckt Marie Schwesinger die grotesken Facetten eines Antiterrorprozesses auf. Sie sorgt dafür, dass Bedrohungen von rechts nicht in Vergessenheit geraten
Warum Krieg? Einstein und Freud zeichnen 1932 ein düsteres Bild der Menschheit
Zwei der größten Denker ihrer Zeit fragen sich: Warum führen Menschen Krieg? Im Briefwechsel zwischen Albert Einstein und Sigmund Freud, den der Völkerbund initiiert, wird über die Schwäche der Vernunft gerätselt
Dieses Buch über die Rockband Silly gilt ganz offiziell als „politische Bildung“
Der Musikwissenschaftler Michael Rauhut hat ein Buch über die Band Silly geschrieben und kennt deren Geschichte so gut wie wenige andere. Ein Gespräch über Musik und Grautöne in der DDR und das charmante Verhandlungsgeschick von Tamara Danz
„In Weimar bediente die jüdische Wirtin Nazis, während Hitler antisemitische Reden hielt“
Katja Hoyer wurde mit „Diesseits der Mauer“ über den DDR-Alltag bekannt. Nun widmet sich die Historikerin Weimar: Sie taucht in „Glanz und Grauen der deutschen Geschichte“ der 1920er ein – aus Weimarer Einwohner-Perspektive. Ein Interview
Wagenknechts Wählerinnen ticken anders als viele denken, zeigt eine neue Studie zum BSW
Putin-Partei alter weißer Männer mit Hang zur Ostalgie? Die Studie eines gewerkschaftsnahen Instituts hat untersucht, wer das Bündnis Sahra Wagenknecht zuletzt wählte – und hält einige Überraschungen über das BSW-Milieu bereit
Zum Tod der Schauspielerin Angelica Domröse: Ein Kriegskind wie Paula
Angelica Domröse (1941–2026) wurde und wird immer mit ihrer populärsten Filmrolle assoziiert: Der Paula in die „Legende von Paul und Paula“. Unser Autor ordnet sie in ihr Lebenswerk ein
Möglicher Linke-Chef Luigi Pantisano sieht deutsche Verantwortung für die Palästinenser
Italienische Linke blicken seit der Bundestagswahl 2025 fast neidisch auf die deutsche Linkspartei. Mit Luigi Pantisano könnte diese nun erstmals ein Sohn italienischer Eltern führen. Wie – das sagt er im Interview mit „Il Manifesto“
Aufarbeitung des Assad-Systems: Syriens Übergangsjustiz gilt vielen als Scheinjustiz
Für die derzeitige Regierung haben Ruhe und innere Stabilität Vorrang vor einer Aufarbeitung der Verbrechen des Ancien Régime. Täter schützen nicht selten die Staatsräson und das Streben nach Koexistenz zwischen den Volksgruppen
Nocebo-Effekt: Wie negative Gedanken krank machen können
Vom Bierkasten-Streich bis zu medizinischen Studien: Der Nocebo-Effekt verdeutlicht, wie negative Gedanken reale gesundheitliche Auswirkungen haben können. Warum wir mentale Einstellung nicht unterschätzen sollten
Was hätte Adorno zu Gaza gesagt? Es ist weniger klar, als viele uns glauben machen wollen
Adorno, Horkheimer und die Frankfurter Schule stehen im Zentrum der intellektuellen Identität der Bundesrepublik. Die Feuilletons haben nun entschieden: Ihre Tradition sei mit der „Staatsräson“ voll vereinbar. Doch so einfach ist es nicht
Arbeitssoziologe Klaus Dörre: „Man muss streiken, um sichtbar zu sein“
Die Bedrohung durch längere Arbeitszeiten und Rentenreformen lässt Arbeitnehmer aufhorchen. Klaus Dörre erklärt, warum Streiks notwendig sind, um gegen soziale Ungerechtigkeit vorzugehen
Andy Burnham will Keir Starmer mit „aspirationalem Sozialismus“ made in Manchester ablösen
Großbritannien zu erneuern: Mit diesem Versprechen trat Keir Starmer 2024 an. Jetzt steht er vor dem Aus, seine Labour-Partei stolpert von einer Niederlage zur nächsten. Starmers möglicher Nachfolger Andy Burnham kann für eine Zäsur sorgen
Isabel aus Madrid erlebt eine Bruchlandung im Reich der Azteken
Ein Mexiko-Trip von Isabel Díaz Ayuso, rechte Regionalpräsidentin der spanischen Hauptstadt Madrid, zeugt vom schwierigen Verhältnis ihres Landes zu einer früheren Kolonie – und von der Lust der Konservativen auf Kulturkämpfe