Der Umgang mit dem Tod fällt schwer. Synonyme, abgemilderte Bezeichnungen, aber auch den Glauben an ein „Danach“ haben wir konstruiert, um dem Diesseits so unerschrocken und angstfrei wie möglich zu begegnen. Wenn wirklich jemand stirbt, hilft keine Verschönerung und auch kein buddhistisches „Nirvana-Gequatsche“ mehr. Der Tod ist hart. Kalt und hart.
Vor 10 Tagen starb Julius Niemann*, 26 Jahre alt. Der, der die Fashion Week noch mit Mercedes Benz Shuttle Bus, First Row und Aftershow-Bändchen ausgekostet hat, inszeniert im Anschluss seinen Freitod als Performance. Das letzte hochgeladene Foto, ein gespiegeltes Selbstportrait mit dem I-Phone – Überschrift: „I committed suicide.
So durften alle, seine 348 Facebook-Freunde, am Sonntag den mentalen Todeskampf miterleben. Von „Julius Niemann wurde Fan von Gott“ um 17:50 Uhr, bis zu dem Status „der Göttlichkeit so nahe“. Das einzige, was zur endgültigen
Verkünstelung und Heroisierung des Todes fehlte, war das hochgeladene „Bye Bye-Bild“ in den letzten Lebenszügen. Was seither folgt ist Tod 2.0. Facebook: das Tor ins Jenseits.
Der eiserne Vorhang der Intimität ist schon vor über zwei Jahren gefallen. Seitdem gewinnt Facebook nicht nur an Anhängern und Mitkomplizen, sondern auch an Features. Wenn Geburten, Trennungen oder Todesfälle zum digitalen Ereignis werden und der News Feed besser ist als jede Bild-Schlagzeile, dann ist etwas passiert. Dann müssen wir uns über die Entmenschlichung und die Objektivierung jedes Einzelnen gewahr werden.
Hunderte von „Julius'“ Online-Freunden haben seitdem auf seinem Facebook-Profil einen oder mehrere Kommentare hinterlassen, mit der absurden Idee, Julius checkte das alles auf Wolke 7 und freue sich. Eine Fanpage ist entstanden – das digitale Kondolenzbuch. Hier kann jetzt jeder, der ihm mal an einer roten Ampel begegnet ist, Bilder hochladen, die beweisen dem „echten“ Toten nahe gewesen zu sein, als er noch lebte.
Ja ja, wir durften ihm ihn die Augen schauen. Hinterlassen noch schnell ein R.I.P. – drehen uns um und machen weiter. Weiter mit dem Leben und freuen uns, wenn jemand auf unseren hinterlassenen Kommentar eine Antwort postet. Ein Fotograf schreibt auf seiner Fanpage: „Wir kannten uns nur flüchtig ... warst mir aber immer ein wunderbares Fotomotiv.“ War er das? Na immerhin. Die Hülle Facebook: seelenlos, aber dafür für immer und ewig im Netz. Der Vater kommentiert den Trauer-Post der Schwester. Ein anderer reminiziert an den letzten schönen Moment: „In trauriger Erinnerung an eine letzte Fashion Week-Shuttle-Service-Fahrt von der Premium zur Fashion Week am Freitag.“ Ein Bekannter ermahnt uns alle auf der Fanpage: „...ich hoffe, die Menschen in dieser Stadt haben verstanden, welch ein Opfer du gebracht hast.“
Das haben sie. Natürlich.
Julius der Märtyrer. Gestorben für uns alle. Jesus Christ – We love You!
Der Absurdität sind scheinbar keine Grenzen gesetzt. Mittlerweile gibt es 360 „Fans“, sowie Videos und Fotos vom Fantreffen am vergangenen Samstag. Ein Spendenkonto wurde eingerichtet. Seit der Veröffentlichung der Bankdaten auf der Seite, können seine Freunde Julius' Beerdigung finanziell unterstützen. Jeden Morgen postet eines seiner Familienmitglieder einen persönlichen Gruß an Julius. Sei es ein lachender Flipper, der „Julius, ich liebe Dich“ jappst, wenn man auf
„Play“ drückt oder ein liebevolles „Guten Morgen, Juli“ vom Bruder. Sein Profil wird zum letzten Überlebenden, der ausgestopfte Julius. Stumm, aber immer erreichbar.
Wem jetzt kein kalter Schauer über den Rücken läuft, der solle sich ausmalen, alle hätten ihr tiefes Bedauern und ihre tägliche Trauer um diesen Verlust als SMS versendet, in der pervertierten Vorstellung, er könne sein I-Phone mit ins Jenseits
nehmen. Der Unterschied ist nur, dass mich keiner dabei sieht. Hier aber guckt das große Auge Netzwerk zu. Hier darf ich stolz behaupten: „Ich kannte ihn – aber lebe noch!“ Umso näher ich dem Tod bin, desto weiter bin ich auch von ihm entfernt.
Schaue ich ihm ins Gesicht, weiß ich, dass ich lebe!
* alle Namen von der Redaktion geändert
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Der Artikel glorifiziert Facebook ein wenig, denn so toll sind die Funktionen der Software nicht, und die Ereignisse auch ziemlich unspektakulär, bis auf obiges mal Abgesehen.
Ich bin auch bei Facebook angemeldet und auch viele meiner Freunde, aber nutze es doch eher selten. Twitter ist da einfach effizienter und ich werde auch nicht von irgendwelchen komischen Farmville Nachrichten oder sich bewegenden "ich liebe dich" Delephinen vollgekotzt. Das sich der Tod aber auch in der digitalen Welt widerspiegel, finde ich nicht ungewöhnlich. Allerdings ist dieses Beispiel dafür wohl ein Extreme. |
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Seltsame Art der Trauer? Ja. Aber woher sollten denn auch diese jungen Menschen gelernt haben, anders mit dem Tod und dem Verlust umzugehen? Sicherlich nicht von ihren post-war-, babyboomer-Eltern, die alles, was stört, externalisiert (oder wie die Pflege gebrechlicher Angehöriger: outsourct). Als Versuch, den Tod in die eigene Lebenswelt (die eben für die 1st Generation des Digi-Zeitalters medial ist,) zu integrieren, hat ein Kondolenzbuch auf Facebook durchaus seine Berechtigung. Vielleicht entsteht ein neues Ritual? 70s Rocker haben angeblich Pfaffen geschockt, weil sie ihren Kumpels am offenen Grab zum Abschied mit Bier zugeprostet haben... Kurz: Interessant ist nicht unbedingt das Ereignis an sich, sondern wie es weitergeht!
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Es ist geschmacklos, wie hier über meinen Freund J.N. geschrieben wird.- Frau Funk kennt J.N. nicht und kann nichts über diesen Menschen sagen und wie er wirklich war! Sein Tod wird hier als Paradebeispiel für Selbstmord via Facebook dargestellt! Wenn jmd. den Entschluss für den "Selbstmord" getroffen hat, dann ist das unrelevant ob das per Facebook, Zeitung oder Fernsehen gemacht wird! Warum der Mensch das getan hat weiß nur er selbst. Und niemanden steht es zu darüber zu schreiben wie man diesen Selbstmord findet. Geschmacklos und Peinlich für den FREITAG, weil es das Niveau der BILD Zeitung ist.
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Abgesehen von der offensichtlichen Unzulänglichkeit, die Trauer anderer zu begreifen und zu respektieren, hat dieser Text ein allzu bekanntes Problem: Er hat ein Motiv, und es ist überaus nachvollziehbar - schließlich ist J.s angekündigter und öffentlich dokumentierter Suizid eine gefundene Story - nur fehlt die Intention. Der Text weiß nicht, was er sagen will. Oder soll. Das allein wäre nicht schlimm, wir haben uns daran gewöhnt. Vor dem Hintergrund des Todes eines Menschen aber gerät dieses Problem zur moralischen Katastrophe.
Um in der etwas verdrehten Logik des Textes zu bleiben: Dies ist ein relativ typisches und oft auftretendes Web-Symptom, was es aber leider nicht besser macht. Hier spiegelt sich nicht etwa die Unfähigkeit der Menschen, mit dem Tod umzugehen, sondern vielmehr die Unfähigkeit, einem schrecklichen Ereignis und seinen Umständen mit publizistischem Instrument eine Halt oder Verständnis vermittelnde Dimension zu verleihen. Verständnis für die Ausweglosigkeit eines Menschen in Bedrängnis. Welche Fragen wirft der Text auf? Wie verwerflich es ist, wenn Menschen Unbeholfenheit zeigen im Angesicht einer Tragödie? Wie unsinnig, den Verstorbenen persönlich anzusprechen? Obwohl der ja tot ist? Das sind Fragen, die zu stellen derart verbrämt und überheblich erscheinen, dass man mutmaßen muss, die Autorin habe niemals an einem Begräbnis teilgenommen. Nicht auszudenken, ihr Kommentar, wenn der Vater eines toten Kindes an dessen Sarg vor Trauer schreit und sabbert, zuckt und flucht. Womöglich: "Wie kann man sich nur so gehen lassen." Dies nur am Rande: Kondolenzen dienen uns, den Hinterbliebenen, zur Überwindung der Trauer - nicht dem Verstorbenen als Wegzehrung über den Styx. Der Verstorbene kann schriftliche Abschiedsgrüße im Jenseits nicht lesen? Danke für den Hinweis. Und dann das Ganze auch noch in den Kontext der Zweifelhaftigkeit der Über-Kommunikation im Web-2.0-Zeitalter zu stellen, ist so durchschaubar Relevanzgeil - so nötig kann doch die Visits nicht mal der Freitag haben. Hier glüht die pure Häme, nur fragt man sich: Worüber? Über den Kitsch, das Banale, dem sich Menschen nun mal bedienen, wenn emotional überwältigt? Wohl kaum, wenn man sich selbst nicht zu schade ist, einen Text mit billig-pathetischen Floskeln wie "Der Tod ist hart. Kalt und hart" einzuleiten. Das riecht unangenehm nach eifernd eingetippter Emo-Sensation, allemal einer Birgit Schrowange oder Barbara Eligmann würdig. Und da wir somit schließlich bei der Würde angelangt sind: Es ist einfach unerträglich, wenn hier der depressiv motivierte Suizid eines Spitzensportlers als "die Tragödie schlechthin" dargestellt wird und dort die innere Not mit gleichem Ausgang eines Nichtprominenten als Randnotiz, die sich primär an der vermeintlich "stillosen" Reaktion des sozialen Umfelds weidet. (Schön auch die Bildunterschrift "Trauer mit Stil" - merkwürdiges Ironie-Verständnis, wenn Sie mich fragen. Berlin muss einen furchtbar abstumpfen.) Praktisch, dass J.N. kein Unicef-Mitarbeiter gewesen ist, kein aidskranker Schauspieler oder Angehöriger einer dem Medienverständnis nach anderen schutzbedürftigen Sorte. Sondern einer, der zu denen gehört, die wir ja alle eh nicht mögen. Weil sie gutaussehend und erfolgreich sind, eitel, karrierebewusst, oberflächlich. Die haben eh keine echten Freunde. Und ehrlich traurig sind die auch nicht, wenn ein Freund stirbt. Da darf man auch ruhig mal nachtreten, was? Würde kennt kein Maß, und zweierlei schon gar nicht. Die universale Qualität des Todes ist nicht seine "Härte", Frau Funk, es ist die Tatsache, dass er uns alle als Menschen vereint. Alle. Auch den Papst und Sie und mich und Michael Jackson. Jeder Suizid realisiert sich in Beziehungen, ist Statement, kommunikatives Instrument, ein aktiver Schlussstrich. Dass wir dem Verstorbenen manchmal dieses letzte Wort nicht gönnen wollen, ist verständlich, aber bleibt unser eigenes Problem. Dieses Unvermögen aber mit dem Simpsons-Nelson-Zeigefinger ("Haa, haa!") vorzuführen, ist schlichtweg feige und verblendet und vielleicht auch etwas unvorsichtig. Bleibt der Autorin zu wünschen, dass sie eine Erfahrung wie die, die sie hier so phänomenal unbeteiligt schildert, niemals machen muss. P.S.: Zum ersten (!) Kommentar über diesen Beitrag: Was sagen Sie eigentlich zum Erdbeben in Chile? Etwa: "Also, ich war letztes Jahr da, war aber nicht so schön. Voll arm die Leute da und auch viele Kakerlaken im Hotel. Gibt schon leckere Steaks, aber das Wetter war schlecht. Ich persönlich flieg lieber Domrep." |
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Man mag ja über die öffentliche Zurschaustellung der eigenen Persönlichkeit auf facebook denken, was man möchte. Kritikwürdig ist das ja häufig genug.
Aber einem Toten verbal ins Grab zu spucken, so wie Sie das hier tun, ist wirklich der Gipfel der Geschmacklosigkeit! Welcher Teufel hat Sie denn da geritten? War die Möglichkeit, mit sehr einfachen Mitteln und einer gehörigen Portion Häme boshaft auf den Verstorbenen und die daraus resultierende Trauer seiner Familie / Freunden / Bekannten herumzutrampeln einfach zu verlockend? Oder war es einfach Ihre ganz persönliche Gier nach Aufmerksamkeit? Pfui, Frau Funk! Diesen von Ihnen produzierten Gipfel der Geschmacklosigkeit kann man Ihnen und Ihrem Chefredakteur, der die Veröffentlichung Ihres Machwerkes offenbar im Zustand geistiger Umnachtung genehmigt hat, leider nur persönlich übel nehmen. Schämen Sie sich! |
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Dealing with death is a difficult issue. I appreciate your interest in the matter and indeed the role played by digital platforms such as Facebook can offer interesting journalistic material.
However, I am dissapointed by the approach taken by Der Freitag in reporting on this topic. What you call a "Fan Meeting" was a nothing more than a meeting for friends to help everybody deal with the grievance caused after loosing a close friend. I organized it to help those who needed to talk to others, be with others, share their thoughts. The Facebook platforms offers an excellent condolence book. In any case, whether it is a digital or paper condolence book, it is a necessary part of dealing with death. How can you accuse people leaving their message on a condolence book with such aggressivity? I am completely dissapointed by Der Freitag, by the journalist who wrote this piece, by the people at Der Freitag who proof read it and authorized it. This type of journalism is neither enrichening, nor thought-provocative. It is a simple display of stupidity. |
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was an diesem Artikel verwerflich sein soll, ist mir schleierhaft. klar wird sich auf einen todesfall bezogen, aber wo wird bitte im text der name des toten erwähnt? gerade weil verwandte, bekannte und betroffene sich nicht angegriffen fühlen sollen, wird der name geändert. wie kann man also den artikel so drehen, dass frau funk auf den armen toten nochmal so richtig spuckt? der beitrag ist eine kritik auf die pietätlosigkeiten die online herrschen.
jeder sollte so trauern, wie er es mag, wie er erzogen wurde. genauso sollte man auch kritik an einem gesellschaftlich-relevanten thema üben dürfen. und "simple display of stupidity" sind hier dann doch die kommentare von leuten, die sich auf den schlipps getreten fühlen, die nicht realisieren, dass es in dem text nicht um den toten freund geht, sondern was danach passierte. aber das scheint für viele nicht verständlich zu sein. aber das sind dann auch die gleichen menschen, die auf facebook fan eines selbstmörders werden. hört doch auf mit eurer scheinheiligkeit und befasst euch mit dem artikel. |
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Menschen würden auf dieser Seite Worte an ihn richten, die er sowieso nicht checkt, schreiben Sie. Der Tod kommt oft unerwartet und trifft einen mit Wucht. Es fühlte sich für mich anfangs unbegreiflich und, da ich noch nie den Tod eines mir so nah stehenden Menschen erlebt hatte, auch vollkommen unüberwindbar. Als ich jeden Tag las, dass es anderen genauso geht, hat mir das sehr geholfen. (natürlich auch der Artikel „Trauerarbeit bei Wikipedia, in dem die psychischen Trauerphasen beschrieben worden/ ich befand mich also noch im Schockzustand) Mit jedem neuen Foto auf der Seite jeden Tag konnte ich erneut und langsam Abschied nehmen. Ich kenne niemanden seiner „Freunde“ sehr gut. Ohne diese Seite wäre ich mit meinem Schmerz vollkommen allein gewesen.
Die Entmenschlichung und Objektivierung – ja jeder Einzelne sollten darüber nachdenken, da gebe ich ihnen recht. Allerdings sind die Ursprünge dieser Entwicklung nicht bei Facebook zu suchen. Die Medien vermitteln uns, dass Stars wertvollere Menschen als wir selbst sid. Warum? Weil sie berühmt sind und „viele Freunde“ haben. Dies wird also erstrebenswert. Wenn ich viele Freunde habe, wenn sich viele Menschen für mich interessieren, diese am Besten noch selbst berühmt sind, viele auf meine FB-Kommentare reagieren, ich in den Clubs/Events/Restaurants/Vernissagen bin zu denen auch Stars gehen, die Kleidung eines Stars trage – dann bin ich wichtig, steche heraus, bekomme eine Daseinsberechtigung. (Ich glaube wir beide wissen sehr genau wovon ich spreche! Sie sind auch ein Mitglied von Facebook und haben „stolze“ 682 Freunde. Unter ihnen sind natürlich einige Prominente Persönlichkeiten zu finden und Sie bewegen sich gern in der berliner „High Society – Szene“. Ich werde jetzt nicht das Sprichwort mit dem Glashaus und den Steinen niederschreiben, sondern mein eigenes: Man muss die Suppe gegessen haben um beurteilen zu können ob sie zu salzig ist.) Der Gedanke, es würde vielen Menschen etwas ausmachen, wenn ich sterben würde, wird zu einem reizvollen. Wenn jemand das Ziel verfolgt, viele Menschen an seinem Selbstmord teilhaben zu lassen, wird Ihm über das Internet eine riesige Plattform geboten. Einmal wichtig sein, einmal Thema sein, einmal liebe Worte gesagt bekommen – das geht heute indem man sich virtuell berühmt macht um sich dann zu töten. In Wirklichkeit zählen natürlich unmittelbare menschliche Nähe und echtes gefühltes unbenebeltes Leben. Sie werden lachen, aber ich lese in Ihrem Artikel auch Ihren persönlichen Schmerz. Sie finden es schlimm, dass das Leben für viele sehr schnell einfach weiter ging nach seinem Tod. Da kann ich nur zurück geben: „Wenn wirklich jemand stirbt, hilft keine Verschönerung und auch kein buddhistisches „Nirvana-Gequatsche“ mehr.“ Das Leben geht nach so einem Tod nun mal weiter - für einige schneller für andere langsamer! Sie finden es pervers, dass man sich je näher dem Thema Tod umso lebendiger fühlt, wahrscheinlich weil Sie das schockierender Weise sogar selbst gefühlt haben - aber: so ist das und es ist gesund! Lassen Sie es ruhig zu! Ich habe persönlich mit dem Nutzen dieser Seite in erster Linie an J. gedacht (der all diese vielen und berühmten Reaktionen auf seinen Tod wahrscheinlich geliebt hätte) und an mich (der es unglaublich half ihren Schmerz zu teilen und anderen Trauernden Gutes zu tun). Ich habe nachgedacht und werde auf der Fanpage nicht mehr aktiv sein. Es kann sein, dass ich noch einige Zeit mit mir ringen werde um am Ende doch auf „mich als Fan entfernen“ zu klicken. |
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